Wer in Österreich 2026 legal Sportwetten anbieten darf – und was das für den Wettkunden bedeutet

Updated November 2026
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Ein Podium aus hellem Holz steht in einer leeren Sporthalle unter Hallenlicht, ohne Beschriftung oder Zahlen, niemand ist zu sehen.

November 5, 2026 · Stand der Daten: abgeglichen mit den Angaben der Buchmacher selbst und den Veröffentlichungen der Landesregierungen.

Interwetten wurde im September 1990 in Wien gegründet; als Inhaberin der Malta-Lizenzen für Sportwetten und Online-Spiele wird die Interwetten Gaming Ltd. genannt.

Sportwetten sind in Österreich keine Glückssache im Sinne des Bundesgesetzes. Sie sind Sache der Bundesländer. Wer hier wettet, wettet also nicht in einem einheitlich regulierten Markt, sondern in neun verschiedenen – und die Unterschiede sind groß genug, dass sie über den Wettschein entscheiden. Dieser Überblick ordnet die Anbieter danach ein, ob sie eine Bewilligung nach einem Landwettgesetz nennen, was ihre Bonusbedingungen tatsächlich verlangen und wo die Wettgebühr von 5 % landet.

Was ein Buchmacher ist – und warum die Marge der entscheidende Punkt ist

Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festgelegten Quoten an, hält den Einsatz bis zur Auswertung und zahlt bei Gewinn Einsatz mal Quote aus. Klingt einfach. Ist es auch – bis man fragt, warum der Buchmacher das tut. Die Antwort steht in jeder einzelnen Quote: in der Marge. Sie ist der Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im Schnitt behält, unabhängig vom Ausgang.

Ein Fußball liegt auf dem Rasen vor einer leeren Tribüne am frühen Morgen, Tau glänzt auf dem Gras.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Wie viel das ist, lässt sich an einem einfachen Beispiel zeigen. Nehmen wir einen Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten – also Heimsieg 1,90 und Auswärtssieg 1,90. Pro eingesetztem Euro auf Seite A bekommt der Wettkunde im Gewinnfall 1,90 € zurück, pro Euro auf Seite B ebenso. Die Auszahlungsquote, also der Anteil der Einsätze, den der Markt langfristig an die Wettkunden zurückgibt, berechnet sich über alle Ausgänge: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95. Anders gesagt: von jedem Euro, der auf diesem Markt landet, fließen rund 95 Cent als Gewinn zurück, 5 Cent bleiben beim Anbieter. Die Marge beträgt damit rund 5 % – je nach Quotenkombination bewegt sie sich in der Praxis meist in einem Korridor von etwa 3 % bis 7 %, bei exotischen Märkten oder Langzeitwetten auch darüber.

Diese Zahl entscheidet mehr als jedes Willkommensgeschenk. Wer dauerhaft wettet, verliert im Schnitt genau diesen Anteil seines Einsatzes – an den Buchmacher, nicht an den Gegner. Wer einen 5 %-Anbieter mit einem 8 %-Anbieter vergleicht, vergleicht im Jahreslauf bares Geld.

Dazu kommen die Gebühren und Regeln, die jedes Haus für sich aufstellt: Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist, Höchstgewinn, Wettsteuer. Sie sind nicht gesetzlich vorgegeben, sondern Vertragssache zwischen Anbieter und Wettkunde. Wer sie nicht liest, erlebt später, dass ein „risikofreier“ Tipp doch riskant war.

Die österreichische Rechtslage: Warum es keine Liste zugelassener Buchmacher gibt

In Österreich sind Sportwetten kein Glücksspiel im Sinn des Glücksspielgesetzes. Der Verwaltungsgerichtshof hat das in einem Grundsatzbescheid aus 2015 so festgestellt. Damit fehlt auf Bundesebene sowohl eine Konzession als auch eine Aufsicht und vor allem ein zentrales Verzeichnis der Anbieter.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen auf einem Schreibtisch neben einer Tasse, Blick schräg von oben.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten über Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Die Folge: Wer in Österreich Sportwetten anbieten will, braucht eine Bewilligung des Bundeslandes, in dem er den Wettbetrieb ausübt. Jedes der neun Bundesländer hat dafür ein eigenes Wettgesetz, eine eigene Behörde und eigene Regeln. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz, Oberösterreich im Oö. Wettgesetz. Drei Beispiele für neun unterschiedliche Rahmenwerke.

Bundesland Gesetz Bewilligende Stelle
Niederösterreich NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020 Amt der NÖ Landesregierung
Wien Wiener Wettengesetz, LGBl. Nr. 26/2016 Magistrat der Stadt Wien
Oberösterreich Oö. Wettgesetz OÖ Landesregierung
Tirol Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz Amt der Tiroler Landesregierung
Steiermark, Kärnten, Salzburg, Vorarlberg, Burgenland je eigenes Landeswettgesetz jeweilige Landesregierung

Was hier und in den folgenden Abschnitten zur Rechtslage gilt: Die Bewilligung wird nach dem Ort erteilt, an dem der Anbieter seine Daten für den Wettbetrieb bereitstellt. Das hat der Verwaltungsgerichtshof in einem Erkenntnis vom 9. April 2026 für Oberösterreich bestätigt. Server im Ausland können einen Anbieter also aus dem Geltungsbereich eines Landwettgesetzes herausnehmen – und genau deshalb ist die Frage, ob ein ausländisch lizenzierter Anbieter „in Österreich legal“ ist, nicht pauschal zu beantworten. Sie hängt vom Land, vom Serverstandort und vom Einzelfall ab.

Was eine Landbewilligung dem Wettkunden konkret bringt

Eine Bewilligung nach einem Landwettgesetz bringt drei Dinge mit sich, die ohne sie fehlen: eine Altersgrenze (18 Jahre), die vom Anbieter kontrolliert wird, eine Selbstsperre, die der Anbieter umzusetzen hat, und – je nach Land – Einsatzgrenzen. Wien und Oberösterreich nennen 500 € pro Wette, Wien an Wettterminals ohne Counter 50 €. Niederösterreich ebenfalls 500 €. Für die anderen Bundesländer ist die Höhe Einsatzlimit nicht durchgehend dokumentiert.

Was es nicht gibt: ein nationales Selbstsperrregister, ein nationales Einzahlungslimit für Sportwetten und eine staatliche Streitstelle, die bei Konflikten mit einem bewilligten Anbieter vermittelt. Eine Sperre bei tipp3 gilt nur bei tipp3, eine bei Admiral nur bei Admiral. Wer bei mehreren Anbietern sperrt, sperrt mehrfach.

Wettgebühr: 5 % auf den Einsatz, nicht auf den Gewinn

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 % (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025). Die Gebühr wird auf den Einsatz berechnet, nicht auf den Gewinn. Schuldet sie der Anbieter – also das Unternehmen, das die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. Der Wettkunde bekommt davon zunächst nichts mit, weil der Anbieter sie an das Finanzamt abführt.

Die entscheidende Frage ist: Wer trägt sie? Das entscheidet jeder Anbieter selbst. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % vom Bruttogewinn abzuziehen. Das Rechenbeispiel von tipp3: Einsatz 10 €, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung an den Wettkunden 19 €. Andere Anbieter verrechnen die Gebühr über niedrigere Quoten, andere schlagen sie direkt auf den Einsatz auf. Das ist nicht verboten, aber es ändert den Wert jeder Wette messbar.

Wichtig für den Vergleich: Die Entrichtung der Wettgebühr ist kein Beleg für eine österreichische Bewilligung. Sie wird auch auf Wetten fällig, die aus Österreich bei einem im Ausland sitzenden Anbieter platziert werden. Wer die Gebühr zahlt, ist nicht automatisch im Landrecht.

Spielerschutz: Was jeder Buchmacher selbst regelt – und was nicht

Spielerschutz ist beim Buchmacher Sache des einzelnen Anbieters. Das ist die zweite Konsequenz aus dem Fehlen eines nationalen Reglements. Es gibt keinen Bundesgesetzentwurf, der hier einheitliche Standards setzt – der Entwurf zum Glücksspielreformgesetz 2026, der zum Stand 14.10.2026 noch als Regierungsvorlage vorliegt, sieht ein Sperrregister und ein Limitregister vor, bezieht sich aber ausdrücklich auf Glücksspiel im Sinn des GSpG, nicht auf Sportwetten.

Was die bewilligten Anbieter in Österreich an Schutzmechanismen bieten, ist deshalb Vertragssache. Einige Beispiele aus den Hausregeln:

Eine Selbstsperre, die in Wien ausgesprochen wird, gilt nur beim jeweiligen Anbieter und nur im jeweiligen Bundesland. Wer bei drei Anbietern spielt und nur bei einem sperrt, hat bei den anderen weitergespielt. Es gibt keine übergreifende Sperre. Punkt.

Hilfe bei problematischem Spielverhalten bietet die Bundesstelle Spielsuchthilfe und die Plattform playsponsible.at. Beide sind anonym, kostenlos und nicht an einen Anbieter gebunden.

Boni und Freiwetten: Was die Marketing-Versprechen wirklich kosten

Ein Willkommensbonus von 100 % bis 100 € klingt nach geschenktem Geld. Er ist in den allermeisten Fällen das Gegenteil: ein Vorschuss, der unter Bedingungen ausgezahlt wird, die der Anbieter allein festlegt. Drei Größen entscheiden, was ein Bonus tatsächlich wert ist.

Erstens die Umsatzvorgabe. Wie oft muss der Bonusbetrag – oder der Bonus zuzüglich Einzahlung – durchgespielt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist? Sechs Mal ist üblich, zehn Mal nicht selten. Wer einen 100-€-Bonus bekommt und ihn zehn Mal umsetzen muss, muss 1.000 € an Wetten platzieren, bevor er sich das Geld auszahlen lassen kann. Bei einer angenommenen Marge von 5 % auf den umgesetzten Wetten verliert der Wettkunde im statistischen Mittel rund 50 € an die Marge, bevor er den Bonus freigespielt hat – was den Bonus halbiert, bevor irgendein Glücksfaktor ins Spiel kam.

Zweitens die Mindestquote. Einzelwetten unter einer bestimmten Quote zählen meist nicht für den Umsatz. Bei tipp3 sind Einzelwetten erst ab Quote 1,06 erlaubt – niedrigere Quoten gehen nur in Kombi- oder Systemwetten. Andere Anbieter setzen die Mindestquote für die Umsatzanrechnung auf 1,50 oder 2,00. Je höher die Mindestquote, desto schwieriger, den Umsatz überhaupt zu erreichen.

Drittens die Frist. Innerhalb wie vieler Tage muss der Umsatz erfüllt sein? 30 Tage ist gängig, 14 Tage ist sportlich, 60 Tage ist entspannt. Dazu kommt, dass eine Erhöhung der Quote das Risiko verändert: Wer eine Wette mit Quote 1,50 spielt, gewinnt in etwa zwei von drei Fällen; wer 2,00 spielt, gewinnt nur einmal in zwei Fällen. Höhere Quoten heißen mehr Risiko, nicht mehr Sicherheit.

Was ein Anbieter nicht ankündigt: dass der Bonus nur per Einzahlung aktiviert wird, dass der maximale Gewinn aus einer Freiwette gedeckelt ist, dass bestimmte Wettmärkte vom Umsatz ausgeschlossen sind. Das steht in den allgemeinen Geschäftsbedingungen – und in dem Satz, den die allermeisten Kunden überspringen.

Ein- und Auszahlungen: Welche Wege die österreichischen Anbieter öffnen

Welche Zahlungsmethoden ein Buchmacher akzeptiert, entscheidet der Anbieter selbst. Es gibt keine österreichische Vorschrift, die bestimmte Methoden vorschreibt oder verbietet – weder für Sportwetten noch für deren Abwicklung. Was in der Praxis vorkommt: Banküberweisung, Kreditkarte, Sofort-Überweisung per Trustly, EPS, E-Wallets wie Skrill oder Neteller, Apple Pay, prepaid Karten und – bei manchen Anbietern – Kryptowährungen.

Drei Punkte, die für die Wahl des Anbieters tatsächlich entscheidend sind:

Was die Wettsteuer angeht: Sie schlägt sich je nach Anbieter unterschiedlich nieder. Manche ziehen sie vom Gewinn ab, andere verrechnen sie über die Quote. Im ersten Fall sieht der Wettkunde den Abzug auf dem Wettschein, im zweiten bemerkt er ihn erst beim Vergleich der Quoten mit anderen Anbietern.

Wettmärkte und Quoten: Was die Anbieter anbieten – und wo die Margen hoch sind

Die Wettmärkte eines Buchmachers reichen von der klassischen Drei-Wege-Wette (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) über Handicap und Über/Unter bis zu Langzeitwetten auf Turniersieger, Torschützenkönige oder Saisonergebnisse. Jeder dieser Märkte hat eine eigene Marge – und die ist nicht überall gleich.

Faustregel aus der Praxis: Die Drei-Wege-Wette auf populäre Fußballspiele ist der am schärfsten kalkulierte Markt, mit Margen zwischen 3 % und 5 %. Über/Unter-Tore liegen ähnlich. Handicap-Märkte und exotische Sonderwetten tragen höhere Margen – 7 % bis 10 % sind keine Seltenheit. Langzeitwetten auf Turniersieger kalkulieren viele Anbieter mit Margen jenseits der 15 %, weil das Wettvolumen geringer ist und der Anbieter sein Risiko breiter absichert.

Wer Anbieter vergleicht, vergleicht also nicht „die Quote“ schlechthin, sondern die Quote im konkreten Markt. Ein Anbieter mit der besten Drei-Wege-Quote auf Bundesliga-Spiele kann bei Über/Unter schwach sein. Wer das nicht im Auge behält, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Kombiwetten multiplizieren die Quoten der Einzelwetten, aber auch die Margen. Eine Kombi aus vier Wetten mit jeweils 5 % Marge hat eine Gesamtmarge von etwa 18,5 % – nicht 20 %, aber deutlich über dem Einzelmarkt. Systemwetten verteilen das Risiko auf mehrere Kombinationen, kosten aber ebenfalls Marge. Bei tipp3 etwa sind Kombiwetten ab drei Tipps möglich, maximal zehn Tipps pro Schein.

Livewetten sind in den meisten Landwettgesetzen erlaubt, aber eingeschränkt: Wien lässt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis zu, Oberösterreich auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse und auf „wer erzielt das nächste Tor“. Welche Regeln in Niederösterreich aktuell gelten, ist nicht durchgehend dokumentiert. Wer Livewetten nutzt, sollte das Regelwerk des jeweiligen Anbieters lesen.

Cash-Out ist keine gesetzliche Pflicht, sondern ein Feature, das jeder Anbieter selbst anbietet – oder nicht. Es erlaubt, eine laufende Wette vor dem Ende zum aktuellen Wert zu verkaufen. Die Cash-Out-Quote enthält die Marge des Anbieters, oft deutlich höher als auf dem Prematch-Markt.

Sportarten und Turniere: Was die großen Buchmacher in Österreich abdecken

Fußball, Tennis, Eishockey, Basketball, Handball – das Sortiment der österreichischen Buchmacher unterscheidet sich weniger in der Breite als in der Tiefe. Die Bundesliga, die österreichische Bundesliga, die deutschen Ligen, die Champions League, die englische Premier League und die großen Tennisturniere sind überall im Programm. Die French Open, die Australian Open, Wimbledon und die US Open ebenso. Formel 1, MotoGP und Radsport bei den meisten. Pferderennen vor allem bei den Anbietern mit eigener Annahmestelle – tipp3 etwa hat Rennwetten im Programm.

Was die Auswahl prägt, ist die Frage, ob der Anbieter österreichische Lizenzen für die Übertragungsrechte hat. Das betrifft vor allem die heimische Bundesliga, die Eishockey-Liga und bestimmte Tennis-Events. tipp3 und Admiral haben hier einen Vorteil, weil ihre Präsenz in den Annahmestellen mit Live-Übertragungen verbunden ist.

E-Sport ist ein Sonderfall. Die großen internationalen Buchmacher haben E-Sport im Programm, oft mit Quoten auf Counter-Strike, Dota 2, League of Legends und Valorant. Die Rechtslage in Österreich ist hier nicht abschließend dokumentiert. Wer auf E-Sport wettet, sollte beim Anbieter prüfen, ob das Angebot auf einer österreichischen Bewilligung beruht oder über eine ausländische Lizenz läuft.

Langzeitwetten auf Großereignisse sind bei allen Anbietern Standard – von der Siegerwette auf die Champions League bis zur Wette auf den Torschützenkönig der Bundesliga. Die Margen auf diesen Märkten sind höher als im Prematch-Programm. Wer überlegt, früh auf einen Turnierfavoriten zu setzen, sollte die Quoten über mehrere Anbieter vergleichen.

Neue Buchmacher in Österreich: Warum eine Bewilligung hier nicht selbstverständlich ist

Der österreichische Markt zieht neue Anbieter an, vor allem aus dem EU-Ausland und aus Offshore-Jurisdiktionen wie Anjouan, Curaçao oder den Philippinen. Was diese Anbieter gemeinsam haben: Sie nennen keine österreichische Landbewilligung. Sie arbeiten mit Lizenzen aus Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan, und sie behaupten, dass diese Lizenzen auch für österreichische Kunden ausreichen.

Das ist juristisch umstritten. Die Landwettgesetze verlangen eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes, in dem der Anbieter seine Daten bereitstellt – und Server im Ausland können einen Anbieter aus dem Geltungsbereich herausnehmen, wie der VwGH im April 2026 bestätigt hat. Wer bei einem nicht in Österreich bewilligten Anbieter spielt, spielt in einer Grauzone, die je nach Bundesland, Serverstandort und Anbieter unterschiedlich zu bewerten ist.

Die Konsequenzen für den Wettkunden liegen auf drei Ebenen:

„Neu“ ist also nicht automatisch „besser“. Wer auf einen neuen Anbieter umsteigt, sollte zumindest prüfen, ob eine Landbewilligung vorliegt, welche Lizenz der Anbieter nennt, wer hinter dem Unternehmen steht und welche Schutzmechanismen gelten.

Die Rangliste: Beste Buchmacher in Österreich im Überblick

Die folgende Übersicht ordnet die Anbieter danach, ob sie eine österreichische Landbewilligung nennen oder nicht. Innerhalb der beiden Gruppen kommt die Reihenfolge aus den im Anhang dokumentierten Anbieterangaben – ohne Wertung, denn kein Anbieter verspricht Gewinne, und kein Anbieter kann sie versprechen.

Anbieter Bewilligung Betreiber / ausgewiesene Lizenz
tipp3 Niederösterreich, NÖ Wettgesetz Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Wien
win2day Niederösterreich, NÖ Wettgesetz Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Admiral Oberösterreich, Oö. Wettgesetz ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen
Merkur Bets Landbewilligung (Land nicht ausgewiesen) nicht ausgewiesen
Starsportwetten Landbewilligung (Land nicht ausgewiesen) Star Sportwetten GmbH
Vierklee Tirol, Buchmacher- und Totalisateurgesetz Vierklee Wettbüro GmbH
Bets.io ohne österreichische Bewilligung Anjouan-Lizenz (ALSI-202410047-FI2)
Sportuna ohne österreichische Bewilligung Curaçao-Lizenz
Hahaspin ohne österreichische Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen
Felixspin ohne österreichische Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen

Die Hälfte der hier aufgeführten Anbieter nennt eine österreichische Landbewilligung, die andere Hälfte nicht. Das ist kein Zufall – es spiegelt die Struktur des Marktes, in dem sechs bis acht Anbieter mit Landbewilligung aktiv sind und eine deutlich größere Zahl ausländisch lizenzierter Anbieter um österreichische Kunden wirbt. Welcher Anbieter im Einzelfall passt, hängt von den eigenen Prioritäten ab: Wer Wert auf Anonymität und keine Verifizierung legt, wird bei den inländischen Anbietern nicht fündig – und umgekehrt sucht, wer eine Streitstelle in Österreich will, bei den Offshore-Anbietern vergebens.

Wie eine Wette funktioniert: Vom Tipp zur Auszahlung

Der Ablauf ist bei allen Anbietern ähnlich, auch wenn die Begriffe leicht variieren. Wer bei einem österreichischen Anbieter wettet, geht im Regelfall die folgenden Schritte:

Registrierung. Anmeldung mit Name, Adresse, Geburtsdatum. Die Altersgrenze 18 wird bei lizenzierten Anbietern systemtechnisch geprüft. Bei nicht in Österreich lizenzierten Anbietern ist die Prüfung weniger streng – manche Anbieter verzichten auf eine Altersverifikation, andere prüfen erst bei der Auszahlung.

Einzahlung. Wahl der Zahlungsmethode, Eingabe des Betrags, Bestätigung. Die meisten Methoden schreiben das Guthaben sofort gut. Bei Banküberweisung kann es ein bis zwei Werktage dauern.

Wettauswahl. Auswahl des Spiels, des Markts und der Quote. Der Wettschein zeigt Einsatz, Quote, möglichen Gewinn und – je nach Anbieter – den Abzug der Wettgebühr. Wer eine Kombiwette spielt, sieht die Multiplikation der Einzelquoten.

Platzierung. Bestätigung des Wettscheins. Bei manchen Anbietern gilt eine Bestätigungsfrist, in der die Wette storniert werden kann – etwa bei Quotenänderungen kurz vor dem Anpfiff.

Auszahlung. Nach Spielende wird der Wettschein ausgewertet. Gewinne werden dem Wettkonto gutgeschrieben. Die Auszahlung auf das Bankkonto oder die gewählte Methode verlangt eine Verifikation – Ausweiskopie, Adressnachweis, gegebenenfalls Eigentumsnachweis der Zahlungsmethode. Ohne Verifikation keine Auszahlung.

Cash-Out. Wo angeboten, erlaubt es, eine laufende Wette vorzeitig zu verkaufen. Die Cash-Out-Quote enthält die Marge des Anbieters, oft deutlich höher als auf dem Ausgangsmarkt.

Drei Hinweise, die im Kleingedruckten stehen und auf dem Wettschein nicht immer zu sehen sind: Erstens, manche Anbieter ziehen bei einer Wette unter einem Mindesteinsatz keine Auszahlung vor – der Betrag bleibt als Bonusguthaben stehen. Zweitens, Wetten auf suspendierte oder verschobene Spiele werden in der Regel storniert, der Einsatz zurückgebucht – Ausnahmen stehen in den AGB. Drittens, bei einem Fehler in der Quotierung – einer offensichtlich falschen Quote auf einen klaren Favoriten – behalten sich die meisten Anbieter die Stornierung vor. Wer darauf setzt und gewinnt, hat im Streitfall schlechte Karten.

Tipp3: Die österreichische Referenz

tipp3 ist der Anbieter, der in der Selbstdarstellung am stärksten auf die österreichische Landbewilligung setzt – und der auch tatsächlich eine nennt. Betrieben wird er von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Die Bewilligung stammt von der Niederösterreichischen Landesregierung, Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. tipp3 ist damit in Niederösterreich bewilligt, die Aufsicht über die Annahmestellen führen die jeweiligen Landesregierungen, in Wien der Magistrat.

Was tipp3 besonders macht: das dichte Annahmestellennetz – nach Eigenangabe über 3.600 Annahmestellen österreichweit, plus die Trafik-App und das Online-Angebot von tipp3. Wer in Österreich wettet, kommt an tipp3 in jeder größeren Stadt vorbei. Dazu kommen die Sonderwetten, die für den heimischen Markt relevant sind: Bundesliga, Eishockey-Liga, Ski-Weltcup, heimische Rennen.

Bei den Konditionen ist tipp3 eher streng als großzügig. Einzelwetten erst ab Quote 1,06, Kombiwetten ab drei Tipps, maximal zehn. Die Limits sind freiwillig, aber spürbar: Einzahlung bis 1.950 € pro Woche, Einsatz bis 10.000 € pro Tag, Verlust bis 5.000 € pro Woche. Erhöhungen wirken erst nach 72 Stunden. Die Selbstsperre ist mit 1, 2 oder 3 Jahren hart – und vor Ablauf nicht aufhebbar. Die Wettgebühr von 5 % trägt tipp3 bei verlorenen Wetten selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Bruttogewinn abgezogen.

Verdikt: Wer Wert auf eine in Österreich ausgestellte Bewilligung, auf Annahmestellen vor Ort und auf ein diszipliniertes Angebot legt, ist bei tipp3 richtig. Wer hohe Limits, ein dichtes Livewetten-Angebot oder einen Bonus ohne strenge Auflagen sucht, findet anderswo eher, was er sucht – mit anderen Kompromissen.

Win2day: Die Sportwetten der Österreichischen Lotterien

win2day ist das zweite Standbein der Österreichischen Lotterien, deren Hauptspiel das klassische Lottospiel ist. Die Sportwetten auf win2day beruhen nach Angabe der Seite auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung – derselben wie tipp3, weil beide Anbieter aus dem niederösterreichischen Wettgesetz ihre Berechtigung ableiten. Das Angebot fällt daher nicht unter das Glücksspielgesetz, und die Aufsicht führt das Land, nicht das BMF.

Was win2day von tipp3 unterscheidet: die gesetzlichen Limits, die es nur hier gibt. Wer jünger als 26 ist, kann maximal 250 € pro Woche einzahlen (Freitag bis Donnerstag), wer älter ist, maximal 1.680 € pro Kalendermonat – auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist die strengste Limitstruktur aller hier genannten Anbieter, und sie ist nicht vom Anbieter frei gewählt, sondern entspricht den Regeln, die das niederösterreichische Wettgesetz für diesen Anbieter vorsieht.

Das Wettangebot ist schmaler als bei tipp3, weil win2day in erster Linie Lottospiel-Anbieter ist. Bundesliga, Tennis, Eishockey und die üblichen Verdächtigen sind im Programm, die Tiefe ist aber geringer. Wer Sonderwetten auf heimische Events sucht, wird hier weniger fündig als bei tipp3 oder Admiral.

Verdikt: win2day ist der Anbieter für Wettkunden, die mit dem Lottospiel vertraut sind und ein gesetzlich gerahmtes Angebot mit klaren Limits schätzen. Für den ambitionierten Sportwetter ist das Programm zu schmal. Das ist kein Vorwurf – es ist das Profil.

Admiral: Der Klassiker aus dem Automatenbereich

Admiral ist in Österreich vor allem als Anbieter von Spielautomaten und Casinospielen bekannt. Die Sportwetten-Sparte, die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen, gehört zur Novomatic-Gruppe und ist in Oberösterreich nach dem Oö. Wettgesetz bewilligt. Das Unternehmen war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert, gegründet wurde es von Walter Grubmüller.

Was Admiral auszeichnet, ist die Präsenz in den Filialen. Wer ein ADMIRAL Casino betritt, findet dort fast immer auch einen Wettterminal und oft eine Theke für persönliche Wetten. Für Wettkunden, die ihre Wetten nicht am Bildschirm, sondern im persönlichen Gespräch platzieren, ist das ein deutlicher Vorteil. Die Online-Plattform Admiral deckt das Standardprogramm ab – Bundesliga, internationale Ligen, Tennis, Eishockey – ohne in die Tiefe zu gehen, die ein reiner Online-Anbieter erreicht.

Bei den Konditionen ist Admiral nicht der Anbieter mit den höchsten Limits oder den großzügigsten Boni. Die Hausregeln setzen eigene Standards für Limits und Sperren, die je nach Produkt variieren. Wer konkrete Werte sucht, muss die AGB der jeweiligen Sparte lesen.

Verdikt: Admiral ist die Wahl für Wettkunden, die ihre Wetten in der Filiale platzieren und den persönlichen Kontakt schätzen. Für reine Online-Spieler ist das Angebot funktional, aber nicht herausragend. Die Stärke liegt in der physischen Präsenz.

Merkur Bets: Aus Cashpoint wird Merkur Bets

Im Juni 2025 hat die Merkur Group ihre österreichische Sportwetten-Sparte, die zuvor als Cashpoint Sportwetten bekannt war, auf die Marke Merkur Bets umgestellt. Das Unternehmen sitzt in Gerasdorf bei Wien und ist seit 1996 im österreichischen Sportwetten-Markt aktiv. Die Landbewilligung nennt das Unternehmen auf seiner Seite nicht im Detail – das Bundesland, die Aktenzahl und das Datum sind nicht öffentlich dokumentiert.

Was Merkur Bets bietet, ist ein typisches Vollsortiment: Bundesliga und internationale Ligen, Tennis, Eishockey, Basketball, Handball. Die Online-Plattform Merkur Bets ist funktional, aber nicht so bekannt wie die großen Marken. Dazu kommt das Terminal-Geschäft in den Merkur-Spielstätten.

Verdikt: Merkur Bets ist ein solider Anbieter für Wettkunden, die das Angebot der Merkur-Gruppe kennen und schätzen. Die fehlende Transparenz bei der Bewilligung ist ein Punkt, den man im Auge behalten sollte – andere Anbieter nennen Aktenzahl und Datum offen.

Starsportwetten: Der Newcomer aus Wien

Die Starsportwetten-App nennt im Google-Play-Eintrag einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem die Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erhalten hat. Das Land und die Bescheidnummer sind auf der Seite nicht angegeben – ein Punkt, der bei anderen Anbietern transparenter ist.

Das Programm umfasst die üblichen Sportarten, mit Schwerpunkt auf Fußball und Tennis. Die App ist schlank und auf das Wesentliche reduziert – ohne Schnörkel, ohne aufwendige Statistiken. Für Wettkunden, die eine einfache Oberfläche schätzen, ist das ein Vorteil.

Verdikt: Starsportwetten ist die Wahl für Wettkunden, denen eine österreichische Bewilligung wichtig ist und die mit einem schlanken Angebot zufrieden sind. Die fehlende Transparenz bei der Bewilligungsangabe ist ein Schwachpunkt.

Vierklee: Tiroler Bewilligung, Online und Terminal

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung – eine der wenigen Anbieter, die ihre Bewilligungsdaten vollständig veröffentlichen. Rechtsgrundlage ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Betrieben wird Vierklee von der Vierklee Wettbüro GmbH.

Das Angebot umfasst Online-Wetten auf Vierklee.com und Wettterminals an Standorten, die vor allem in Westösterreich liegen. Das Programm ist auf den typischen Sportmix ausgerichtet. Der Neukundenbonus ist mit bis zu 100 € angekündigt, die konkreten Bedingungen sind auf der Info-Seite nicht im Detail aufgeführt – wer sich anmeldet, sollte die AGB lesen, bevor er den Bonus annimmt.

Verdikt: Vierklee ist ein Anbieter für Wettkunden, die einen in Tirol bewilligten Anbieter suchen und mit einem westösterreichischen Schwerpunkt der Annahmestellen gut klarkommen. Die transparente Lizenzangabe ist ein Plus.

Bets.io: Krypto-fokussiert, ohne österreichische Bewilligung

Bets.io gehört zur Gruppe der Anbieter ohne österreichische Landbewilligung. Die Lizenz, die das Unternehmen nennt, stammt aus Anjouan (Lizenznummer ALSI-202410047-FI2) – einer Offshore-Jurisdiktion, die in der Branche als vergleichsweise schwach reguliert gilt. Eine österreichische Landbewilligung besteht nicht.

Was Bets.io auszeichnet, ist der Fokus auf Kryptowährungen. Ein- und Auszahlungen laufen über Bitcoin, Ethereum und andere Coins, was den Anbieter für Wettkunden interessant macht, die Wert auf Anonymität und schnelle Transaktionen legen. Das Sportwetten-Programm ist breit, mit Fußball, Tennis, Basketball, E-Sport und vielen kleineren Märkten.

Die Konsequenzen für österreichische Wettkunden liegen auf der Hand: keine österreichische Bewilligung, kein österreichischer Ansprechpartner bei Konflikten, keine Selbstsperre über die österreichischen Register. Wer hier spielt, spielt außerhalb des österreichischen Rechtsrahmens – mit allen Vorteilen (Anonymität, Krypto, hohe Limits) und allen Nachteilen (kein Konsumentenschutz, kein Streitfall in Österreich).

Verdikt: Bets.io ist eine Option für Wettkunden, die bewusst einen Krypto-Anbieter ohne österreichische Bewilligung suchen und die Konsequenzen tragen. Wer Wert auf eine Streitstelle in Österreich legt, ist hier falsch.

Sportuna: Bonusreich, ohne österreichische Bewilligung

Sportuna bewirbt im Sportbereich einen Erstzahlungsbonus von 100 % bis 100 €, einen wöchentlichen Reload-Bonus von 50 % bis 500 €, Cashback von 10 % bis 500 €, dazu Accumulator Boost, Bore Draw und Early Payout. Das ist ein Bonus-Paket, das in der Breite seinesgleichen sucht. Die genauen Bedingungen – Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist – sind auf der Übersichtsseite nicht ausgewiesen, sie stehen in den AGB.

Die Lizenz nennt Sportuna aus Curaçao – ebenfalls keine österreichische Bewilligung. Das Programm ist breit, mit Fußball, Tennis, Basketball, E-Sport und vielen Spezialmärkten. Die Quoten liegen im wettbewerbsüblichen Bereich.

Verdikt: Sportuna ist die Wahl für Wettkunden, die einen bonusstarken Anbieter suchen und bereit sind, die AGB genau zu lesen. Die fehlende österreichische Bewilligung und die aggressiven Bonusbedingungen sind ein Wettbewerb, den man bewusst eingeht.

Hahaspin: Offshore-Anbieter mit undurchsichtiger Lizenz

Hahaspin nennt als Betreiber Win Top Ltd und gibt an, über eine Anjouan-Offshore-Finance-Authority-Lizenz zu verfügen (Lizenznummer ALSI-202509029-FI1). Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor. Die Lizenzangabe ist dieselbe Nummer wie auf anderen Anbietern aus derselben Betreibergruppe – ein Hinweis, dass die Anbieter aus einer gemeinsamen Struktur kommen, nicht aus einem eigenständigen Unternehmen.

Verdikt: Hahaspin ist für österreichische Wettkunden nur dann eine Option, wenn ein Offshore-Anbieter mit Lizenz aus Anjouan bewusst gesucht wird. Die fehlende österreichische Anbindung und die undurchsichtige Lizenzstruktur sind klare Nachteile gegenüber jedem Anbieter mit Landbewilligung.

Felixspin: Malta-Lizenz, ohne österreichische Bewilligung

Felixspin nennt im Footer die Malta Gaming Authority mit der Lizenznummer MG/B2C/344-2023 und den Betreiber Felixspin Ltd. Eine österreichische Bewilligung wird nicht ausgewiesen. Die Malta-Lizenz ist EU-weit anerkannt, gilt aber nicht als österreichische Landbewilligung – und damit greifen die österreichischen Spielerschutzregelungen nicht.

Verdikt: Felixspin ist für Wettkunden, die mit einer Malta-Lizenz vertraut sind und den EU-Rechtsrahmen schätzen. Die fehlende österreichische Anbindung bleibt der entscheidende Punkt gegenüber den inländischen Anbietern.

Was bleibt: Welcher Anbieter passt zu wem

Die Frage, welcher Anbieter „der beste“ ist, hat keine allgemeingültige Antwort. Sie hat eine Antwort, die von der eigenen Situation abhängt.

Wer in Österreich wettet und Wert auf eine heimische Bewilligung, eine Streitstelle im Land und einen Anbieter mit Annahmestellen legt, ist bei tipp3, win2day oder Admiral am besten aufgehoben. Wer zusätzlich gespielte Limits akzeptiert – die bei win2day am strengsten sind, bei tipp3 freiwillig, bei Admiral nach Hausregeln – wählt nach persönlichem Geschmack.

Wer einen Tiroler Anbieter mit transparenter Lizenz sucht, ist bei Vierklee richtig. Wer einen Newcomer mit österreichischer Bewilligung ausprobieren will, kann Starsportwetten testen.

Wer auf Krypto, hohe Limits und Anonymität setzt, findet bei Bets.io, Sportuna oder einem anderen Offshore-Anbieter eher, was er sucht. Wer eine Malta-Lizenz der EU-Lizenz aus Anjouan vorzieht, landet bei Felixspin.

Was die Wettsteuer angeht: Sie ist in Österreich gleich, aber ihre Verrechnung variiert. tipp3 zieht sie vom Gewinn ab, andere Anbieter verrechnen sie über die Quote. Im Vergleich der Quoten schlägt sich das nieder, und ein Anbieter mit nominell höherer Quote kann nach Abzug der Steuer schlechter dastehen als ein Anbieter mit niedrigerer Quote und steuerfreier Auszahlung.

Was die Bonusseite angeht: Die aggressivsten Boni kommen von Offshore-Anbietern, weil dort der Wettbewerb härter ist. Die Bedingungen, die daran hängen, sind es auch. Wer einen Bonus annimmt, ohne die AGB gelesen zu haben, hat den Bonus in dem Moment schon halb verloren.

Häufig gestellte Fragen zu Buchmachern in Österreich

Was ist ein Buchmacher, und wie verdient er an jeder Wette?

Ein Buchmacher ist ein Unternehmen, das Wetten zu festgelegten Quoten annimmt und bei Gewinn Einsatz mal Quote auszahlt. Sein Verdienst liegt in der Marge, die in jede Quote eingerechnet ist. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten liegt sie bei rund 5 %; bei Märkten mit drei Ausgängen wie dem klassischen Heimsieg/Unentschieden/Auswärtssieg bewegt sie sich meist zwischen 5 % und 8 %.

Wer vergibt in Österreich die Bewilligung für Buchmacher, und gibt es eine bundesweite Liste?

Die Bewilligung wird von der jeweiligen Landesregierung nach dem Wettgesetz des Bundeslandes erteilt, in dem der Anbieter seine Daten bereitstellt. Niederösterreich, Wien und Oberösterreich haben eigene Wettgesetze, die anderen Bundesländer ebenfalls. Eine bundesweite Liste zugelassener Anbieter existiert nicht, weil es keine bundesweite Bewilligung gibt.

Wie wird man Buchmacher, und warum hängt die Bewilligung vom Bundesland ab?

Man wird Buchmacher, indem man beim zuständigen Amt des Bundeslandes, in dem man den Betrieb aufnehmen will, eine Bewilligung beantragt und die Voraussetzungen des jeweiligen Landwettgesetzes erfüllt. Die Bewilligung ist an das Bundesland gebunden, weil der österreichische Sportwettenmarkt Ländersache ist – es gibt kein Bundesgesetz, das die Voraussetzungen einheitlich regelt.

Wer trägt die Wettgebühr von 5 %, und wie kann ein Buchmacher sie weitergeben?

Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Wettkunden. Der Anbieter kann sie selbst tragen, vom Gewinn abziehen oder über die Quoten verrechnen. tipp3 etwa trägt sie bei verlorenen Wetten und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Bruttogewinn ab. Welche Methode der Anbieter wählt, schlägt sich im Wert jeder Wette nieder.

Gilt eine Selbstsperre bei einem Buchmacher auch bei anderen Anbietern in Österreich?

Nein. Es gibt in Österreich kein nationales Selbstsperrregister für Sportwetten. Eine Selbstsperre gilt nur beim Anbieter, bei dem sie ausgesprochen wurde, und nur in dem Bundesland, in dem der Anbieter bewilligt ist. Wer bei mehreren Anbietern spielt und nur bei einem sperrt, hat bei den anderen weitergespielt. Bei problematischem Spielverhalten hilft die anonyme Bundesstelle Spielsuchthilfe und die Plattform Playsponsible.

Inhalt erstellt vom Team «wettprognosenat»