Squash online wetten in Österreich 2026
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Stand: November 5, 2026 · Geprüft gegen die Veröffentlichung der Bewilligungen in den Impressen und Wettordnungen der genannten Anbieter.
Squash ist eine Rückschlagsportart, die in Österreich im Wettprogramm eine schmale Spur hat. Zwischen großen Buchmachern und den ländlich bewilligten Annahmestellen klafft das Angebot an Turnieren, Märkten und Live-Quoten so weit auseinander, dass dieselbe Frage — „was zahlt eine Quote wirklich?“ — je nach Anbieter eine andere Antwort verlangt. Wer in Österreich auf Squash wetten will, muss deshalb nicht zuerst das Match suchen, sondern zuerst entscheiden, wo er spielt und unter welchem Regime das Geld auf seinem Konto liegt.
Dieser Überblick ordnet das Angebot nach Kriterien, die für Wettkunden in Österreich tatsächlich zählen: die Bewilligungslage, die Marge, die in jeder Quote steckt, die Limits und Sperren, die das eigene Konto betreffen, und die 5-prozentige Wettgebühr, die seit April 2025 auf jedem Einsatz sitzt. Die Anbieter unten sind nach diesem Bild gereiht — nicht nach Werbeversprechen.
Spielerschutz und Limits: was jedes Wettkonto in Österreich betrifft
Wer in Österreich auf Squash oder eine andere Sportart wettet, geht zunächst eine Regel ein, die in den Wettgesetzen der Länder verankert ist: Volljährigkeit. Sowohl Wien als auch Oberösterreich halten die Altersgrenze 18 fest, und tipp3 etwa gibt an, die Teilnahme systemtechnisch ab 18 freizugeben. Jüngere kommen gar nicht erst zur Wette. Das ist die erste Sperre, und sie ist nicht verhandelbar.

Die zweite Sperre ist die je Anbieter, nicht je Land. Es gibt in Österreich kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten, kein Limitregister, keine zentrale Stelle, die ein gesperrtes Konto über mehrere Wettanbieter hinweg trägt. Was es gibt, sind die Instrumente, die jeder Bewilligungsinhaber selbst anbietet. Bei tipp3 sind das eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten, in der das Guthaben auf dem Konto bleibt, und eine Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren, nach der das verbleibende Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt wird. Beide sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar — wer eine Selbstsperre setzt, bleibt draußen, bis die Frist abläuft.
Daneben hat tipp3 drei harte Limits, die jeder Wettkunde im Kundenprofil unter „Limits“ einstellen kann: ein wöchentliches Einzahllimit von bis zu 1.950 €, ein tägliches Einsatzlimit von bis zu 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit von maximal 5.000 €. Erhöhungen greifen erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort. Das ist eine Bremse gegen den spontanen Griff nach mehr. Wer am Sonntagabend merkt, dass das Wochenende teuer wurde, kann das Wochenlimit sofort nach unten ziehen.
win2day legt die Sperre und das Limit in die andere Richtung: Unter 26 Jahren darf pro Woche (Freitag bis Donnerstag) höchstens 250 € eingezahlt werden, ab 26 Jahren pro Kalendermonat höchstens 1.680 €. Auf Antrag sind die Limits individuell erhöhbar, Gewinne zählen nicht zur Obergrenze. Auch hier gilt: Es ist die Regel des Anbieters, nicht die Regel Österreichs.
Was das für die Praxis heißt: Eine Selbstsperre bei tipp3 deckt nicht Admiral, nicht win2day, nicht irgendeinen offshore Anbieter. Wer sich aus dem Wettmarkt nehmen will, muss das bei jedem einzelnen Anbieter machen, bei dem ein Konto besteht. Die einzige Anlaufstelle, die österreichweit und anbieterübergreifend arbeitet, ist die Beratungsstelle playsponsible.at — keine Sperre, aber ein Weg zu Hilfe. Wer glaubt, das eigene Spielverhalten gerate außer Kontrolle, findet dort einen Einstieg in Beratung, bevor die nächste Einzahlung fällig wird.
Was bei der Wahl des Anbieters leicht übersehen wird: Die 5-Prozent-Wettgebühr greift unabhängig vom Anbieter und unabhängig von der Bewilligungslage, sobald der Einsatz in Österreich steuerlich relevant ist. tipp3 zieht sie bei verlorenen Wetten selbst ein und schlägt sie bei gewonnenen Wetten auf den Bruttogewinn auf, andere Anbieter verfahren anders. Die Gebühr ist nicht der Hebel, an dem Spielerschutz hängt — aber sie ist ein Hebel, der das, was vom Gewinn übrig bleibt, jedenfalls schmälert.
Anbieter im Vergleich: wer eine Bewilligung hat und wer nicht
Die Reihung folgt einem Kriterium, das in der Werbung der Buchmacher meist nicht das erste ist: der Bewilligung. Wer in Österreich Sportwetten anbieten will, braucht eine Bewilligung des Landes, in dem er den Wettbetrieb durchführt. Es gibt keine nationale Konzession, kein nationales Register, keine bundesweite Liste lizenzierter Buchmacher. Jede Bewilligung ist eine Landesbewilligung, ausgestellt von der jeweiligen Landesregierung nach dem Wettgesetz dieses Landes.
Die folgende Übersicht zeigt, was die genannten Anbieter selbst über ihre Bewilligungslage veröffentlichen. Die Marken sind nach dem getrennt, was die Sache selbst trennt: Anbieter mit einer österreichischen Landesbewilligung, und Anbieter ohne eine solche. Beide Gruppen werden nach denselben Kriterien beschrieben — Quotenniveau, Spieltiefe, Zahlungswege — denn das, was zählt, wenn der Wettschein abgegeben wird, ändert sich nicht mit dem Sitz des Servers.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien) |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH (Gumpoldskirchen) |
| Starsportwetten | Bewilligung eines Bundeslandes (vom Anbieter genannt) | Star Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung eines Bundeslandes (vom Anbieter genannt) | Merkur Group (Sitz: Gerasdorf bei Wien) |
| Wildsino | ohne österreichische Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen |
| Dragonia | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz (nicht österreichisch) |
| Hahaspin | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz (nicht österreichisch) |
| Betway | ohne österreichische Bewilligung | MGA-Lizenz (Malta, nicht österreichisch) |
Was die Tabelle nicht zeigen kann: Wer auf der Seite eines Anbieters ohne österreichische Bewilligung spielt, hat in Österreich keine Aufsicht, an die er sich bei Streit über die Auszahlung, über Limits oder über gesperrte Konten wenden kann. Die Selbstsperre, die er bei tipp3 setzt, gilt dort nicht. Das ist keine Aussage über die Seriosität des einzelnen Anbieters — es ist eine Aussage darüber, an wen sich der Wettkunde in Österreich wenden kann, wenn etwas schiefgeht.
Bewilligte Anbieter: tipp3, win2day, Admiral, Starsportwetten, Vierklee, Merkur Bets
tipp3 ist die österreichische Variante des Wettens, die mit dem Trafiknetz und der App am breitesten aufgestellt ist. Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. wurde im April 2000 gegründet, der erste Wettschein wurde am 24. August 2001 verkauft; die Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung datiert auf den 10. Dezember 2020. Wer über tipp3 spielt, hat es mit einer eigenen Mindestquote zu tun: Einzelwetten sind erst ab Quote 1,06 spielbar, niedrigere Quoten gehen nur in Kombi- oder Systemwetten auf, und in einer Kombiwette lassen sich drei bis zehn Tipps verbinden. Bei zehn Euro Einsatz und Quote 2,00 sind das nach der 5-Prozent-Gebühr 19 € statt 20 € — der eine Euro verschwindet still. Das Quotenniveau bei Squash hängt am Turnier: die PSA-Tour ist in der Regel abgebildet, Challenger-Events nur teilweise, Live-Quoten sind während eines laufenden Matches eingeschränkt. Cash-Outs und „ja/nein“-Wetten sind von der Gebühr ausgenommen.
win2day ist die Sportwett-Marke der Österreichischen Lotterien. Die Bewilligung ist dieselbe wie bei tipp3 — NÖ Wettgesetz, Bescheid vom 10. Dezember 2020 —, der Betreiber ist die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH. Wichtig für die Einordnung: Das Casino- und Lottoangebot auf win2day läuft unter der bundesweiten Konzession nach dem Glücksspielgesetz, die Sportwetten sind über die Landesbewilligung abgewickelt. Zwei verschiedene Regime, ein Login. Wer Squash spielt, ist im Sportwetten-Teil, und der unterliegt dem Wettgesetz des Landes Niederösterreich, nicht dem Glücksspielgesetz des Bundes.
Admiral gehört zur Novomatic-Gruppe und sitzt in Gumpoldskirchen. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung nennt Admiral nach dem Oö. Wettgesetz durch die Oberösterreichische Landesregierung. Über das Sportwetten-Programm: Admiral zeigt ein breites Fußball- und Tennis-Angebot; Squash ist eher eine Nische, in der Regel mit Match-Winner und einigen Satzmärkten. Wer Squash in der Breite sucht, wird hier ähnlich fündig wie bei tipp3 — abhängig vom Saisonkalender der PSA.
Starsportwetten trägt im Google-Play-Eintrag einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt worden sei. Welches Bundesland die Bewilligung ausgestellt hat, nennt der Anbieter dort nicht. Für Wettkunden heißt das: Die Bewilligung wird behauptet, die prüfbare Quelle fehlt im Eintrag. Wer spielt, akzeptiert die Bewilligungslage, wie sie der Anbieter selbst darstellt.
Vierklee fällt in eine andere Kategorie, weil die Quelle eindeutig ist: Die Startseite und das Impressum nennen die Lizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung, anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Das ist ein Buchmachergesetz, kein Wettgesetz im engeren Sinn — und es zeigt, dass die österreichische Bewilligungslandschaft nicht aus einem Guss ist. Wer dort spielt, hat es mit einer anderen Rechtsgrundlage zu tun als bei tipp3. Einen konkreten Bonus oder eine Squash-spezifische Marktliste trägt die Info-Seite nicht in den Vordergrund.
Merkur Bets firmierte bis Juni 2025 als Cashpoint Sportwetten und gehört zur Merkur Group, gegründet 1996 in Gerasdorf bei Wien. Welche Landesbewilligung konkret trägt, ist auf der Seite nicht ausgewiesen. Die Marke gehört zum österreichischen Markt, das Sportwetten-Angebot folgt dem Cashpoint-Programm, das im stationären Geschäft über Wettterminals und Annahmestellen verankert war.
Anbieter ohne österreichische Bewilligung: Wildsino, Dragonia, Hahaspin, Betway
Die folgenden vier Marken führen keine österreichische Landesbewilligung in ihrem Impressum oder ihren AGB. Sie sind nicht illegal — der Status ist, wie der österreichische Verwaltungsgerichtshof im April 2026 bestätigt hat, an den Ort der Datenbereitstellung geknüpft und damit je nach Land und Serverlage unterschiedlich zu beurteilen. Aber: Eine ausländische Lizenz — Malta, Anjouan, Curaçao — ersetzt keine österreichische Bewilligung, und kein österreichisches Limit und keine österreichische Selbstsperre reicht auf diese Anbieter.
Wildsino listet auf der Sport-Aktionen-Seite einen wöchentlichen Reload-Bonus (50 % bis 500 €), einen Cashback-Bonus (10 % bis 500 €), Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“. Bei Squash hilft das insofern, als Cashback und Accumulator Boost auch auf kleinere Märkte Anwendung finden können — die Marge in diesen Märkten bleibt aber die des Anbieters.
Dragonia gibt den Sport-Willkommensbonus mit 100 % der ersten Einzahlung bis 100 € an, Mindesteinzahlung 20 €. Für Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der Höchstbonus mit 200 € ausgewiesen. Lizenz ist Anjouan, also keine österreichische Bewilligung.
Hahaspin nennt als Betreiber „Win Top Ltd“ mit der Anjouan-Lizenz Nr. ALSI-202509029-FI1 — dieselbe Nummer steht in der Copyright-Zeile. Auch hier: ausländische Lizenz, keine österreichische Bewilligung, kein Anknüpfungspunkt für die Spielerschutz-Instrumente der Landesgesetze.
Betway ist die Marke, die Spieler aus Österreich am ehesten aus dem internationalen Markt kennen: 2006 gegründet, seit Jänner 2022 an der NYSE unter dem Ticker SGHC notiert, Sitz in Gżira (Malta). Die Malta-Lizenz ist eine anerkannte EU-Lizenz, aber keine österreichische Bewilligung. Die deutsche Sportwetten-Konzession hat Tipico, nicht Betway, im Oktober 2020 erhalten — für Österreich sagt das nichts.
Was Squash-Wetten eigentlich sind: Quote, Einsatz, Marge
Eine Wette auf Squash ist dem Aufbau nach eine Wette wie jede andere Sportwette: Der Wettkunde wählt ein Ereignis aus dem Wettprogramm — einen Match-Winner, eine Satzwette, gelegentlich ein Handicap oder einen Over/Under —, setzt einen Betrag und bekommt bei einem Treffer den Einsatz multipliziert mit der Quote als Bruttogewinn zurück. Was sich von anderen Sportarten unterscheidet, ist weniger der Mechanismus als das Angebot: Squash hat im Vergleich zu Fußball, Tennis oder Eishockey eine schmale Marktbreite. Bei den meisten Anbietern ist „Match-Winner“ der Hauptmarkt, dazu kommen Sieger des ersten und zweiten Satzes, gelegentlich Handicap-Sätze. Live-Wetten sind möglich, aber oft nur als Match-Wetter oder nächster Satz; die Tie-Breaks sind so kurz, dass die Quoten zwischen den Ballwechseln in Sekunden springen.
Entscheidend für das, was vom Gewinn übrig bleibt, ist die Marge. Sie steckt in jeder Quote und ist das, was der Buchmacher von jeder Wette einbehält, bevor er auszahlt. Sie ist nicht der Gewinn des Anbieters — der hängt von der Verteilung der Tipps ab —, aber sie ist der Anteil, der bei einem ausgeglichenen Buch nie ausgezahlt wird. Eine zwei-Wege-Wette auf einen Squash-Match, bei der beide Spieler mit Quote 1,90 angeboten werden, illustriert das: Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also 0,95 oder 95 %. Die Marge liegt bei 5 %. Bei Quote 1,85 / 1,85 sinkt der Schlüssel auf etwa 92,5 %, die Marge steigt auf 7,5 %.
Das ist die Bandbreite, in der sich Squash-Quoten typischerweise bewegen. Was das für einen konkreten Wettschein bedeutet: Bei 10 € Einsatz und einer angenommenen Auszahlungsquote von 95 % werden auf Dauer 9,50 € an die Wettkunden ausgezahlt und 0,50 € einbehalten. Bei 7,5 % Marge sind es 9,25 € statt 9,50 € — über hundert Wetten hinweg ein spürbarer Unterschied, der aus dem Werbeversprechen „beste Quote“ selten herausgelesen wird. Die Marge ist der Preis, den der Wettkunde für die Dienstleistung des Anbieters zahlt, ohne dass sie ihm auf der Rechnung erscheint.
Was die Marge nicht erklärt: warum manche Anbieter Squash überhaupt anbieten und andere nicht. Die Antwort liegt in der Liquidität. Squash-Turniere ziehen wenig Volumen an, und ein Buchmacher, der auf einen Challenger-Match eine Quote stellt, läuft Gefahr, dass die Wettkunden einseitig auf einen Spieler setzen und er auf der anderen Seite ungedeckt bleibt. Anbieter mit großer Reichweite (tipp3, win2day, Admiral) können dieses Risiko streuen, kleinere Anbieter und offshore Marken neigen dazu, die Squash-Märkte entweder ganz wegzulassen oder sie nur als Vorauswette und nicht live anzubieten. Wer live auf Squash wetten will, hat in Österreich die größte Auswahl bei tipp3, Admiral und im internationalen Programm von Betway.
Rechtslage in Österreich: warum es keine nationale Lizenz gibt
Wer in Österreich auf Squash wetten will, betritt ein Stückwerk aus neun Landesgesetzen. Sportwetten sind in Österreich keine Glücksspiele im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG) — der Verwaltungsgerichtshof hat das im Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt und die klassische Sportwette als Geschicklichkeitsspiel eingeordnet. Damit fällt sie aus der Bundeskompetenz heraus und in die Zuständigkeit der Bundesländer. Jedes Land hat ein eigenes Wettgesetz, eine eigene Bewilligungsbehörde und ein eigenes Verfahren.

Das hat drei praktische Konsequenzen. Erstens: Es gibt in Österreich keine bundesweit gültige Lizenz, keine nationale Liste bewilligter Buchmacher, keine zentrale Aufsicht. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine österreichische Bewilligung hat, muss in das Impressum oder die AGB des Anbieters schauen — und die Quote der Anbieter, die ihre Bewilligung sauber ausweisen, ist nicht bei allen Marken gleich hoch. Zweitens: Die Spielerschutz-Instrumente sind je Land und je Anbieter unterschiedlich. Was in Wien gilt, muss in Oberösterreich nicht gelten, was tipp3 vorsieht, muss win2day nicht bieten. Eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten existiert nicht; die Glücksspielreform 2026, die ein Sperrregister und ein Limitregister schafft, gilt für Glücksspiel nach dem GSpG, nicht für Sportwetten. Drittens: Die Bewilligung ist nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (9. April 2026, Ra 2025/02/0037) an den Ort geknüpft, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt. Ein Anbieter, dessen Server in Malta steht, fällt nach dieser Lesart nicht unter das Oö. Wettgesetz, selbst wenn er österreichische Kunden bedient.
Was die Landesgesetze im Detail regeln, ist unterschiedlich weit. Niederösterreich, Oberösterreich und Wien haben ihre Wettgesetze in den letzten Jahren überarbeitet; in Niederösterreich gilt das Wettgesetz vom 27. Mai 2020 (LGBl. Nr. 58/2020), die Bewilligungsbehörde ist die NÖ Landesregierung. Oberösterreich hat mit dem Oö. Wettgesetz einen eigenen Rahmen, Wien das Wiener Wettengesetz. Einsatzlimits sind ebenfalls je Land gesetzt: in Oberösterreich und Niederösterreich 500 € pro Wette, in Wien 50 € pro Wette an Terminals ohne Bedienung. Live-Wetten sind in Wien nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis erlaubt, in Oberösterreich auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder auf den nächsten Torschützen — bei Squash entspräche das dem nächsten Satzgewinn. Welche Regeln in Niederösterreich aktuell für Live-Wetten gelten, ist nicht ausgewiesen.
Was in allen Ländern gleich ist: das Alter 18, das Verbot politischer Wetten und TV-Show-Wetten, und das Verbot, auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen als Sportwette zu wetten — das sind Glücksspiel und fallen unter das GSpG. E-Sport ist nicht ausdrücklich geregelt; was erlaubt ist, hängt vom Land ab. Wer auf E-Sport-Turniere wetten will, sollte das vor der Wette prüfen.
Wettgebühr: 5 Prozent seit April 2025
Seit dem 1. April 2025 sind alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich mit einer Wettgebühr von 5 Prozent belastet. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025; bis zum 31. März 2025 lag die Gebühr bei 2 Prozent. Die Gebühr wird von demjenigen geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt — also vom Anbieter, nicht vom Wettkunden. Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Sache. tipp3 zieht sie bei verlorenen Wetten selbst ein und schlägt sie bei gewonnenen Wetten auf den Bruttogewinn auf: Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind 20 € Bruttogewinn, 1 € Gebühr, 19 € möglicher Gewinn. Cash-Outs und „ja/nein“-Wetten sind ausgenommen. Andere Anbieter verfahren anders; manche integrieren die Gebühr in die Quote.
Die Gebühr ist auch auf Wetten fällig, die aus Österreich bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Die Bezahlung der Gebühr ist kein Beleg für eine österreichische Bewilligung — es ist die Erfüllung einer steuerlichen Pflicht. Die Frage, ob ein Anbieter mit Sitz im Ausland überhaupt eine Gebühr abführt, ist im Einzelfall zu prüfen.
Was die Gebühr für den Wettkunden bedeutet: Bei kleinen Einsätzen ist sie Cent-Betrag, bei hohen Einsätzen fällt sie ins Gewicht. Ein 100-€-Einsatz mit Quote 2,00, der ohne Gebühr 200 € einbringen würde, bringt mit Gebühr 195 €. Die 5 % wirken auf den Gewinn, nicht auf den Einsatz. Bei verlorenen Wetten zahlt der Wettkunde die Gebühr nicht direkt — sie ist im Verlust des Einsatzes enthalten.
Wer was bewirbt: Werbung, Boni, Anbieter im Wettbewerb
Es gibt in Österreich kein Werbeverbot für Sportwetten und keine zeitliche Beschränkung. Was die Landesgesetze verlangen, ist ein verantwortungsvoller Standard (Wien § 18 Abs. 4 Wr WettG). Wer auf einem Plakat, im TV-Spot oder auf einer Webseite eine Wette beworben sieht, hat es mit dem Anbieter zu tun, nicht mit einer Aufsicht.
Boni sind nicht gesetzlich geregelt. Was ein Anbieter anbietet — Höhe, Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist — steht in seinen AGB. Bei Dragonia ist der Sport-Willkommensbonus 100 % bis 100 €, die Mindesteinzahlung 20 €, und für österreichische Spieler ist der Höchstbonus mit 200 € angegeben. Bei Wildsino sind die laufenden Aktionen ein wöchentlicher Reload-Bonus, ein Cashback-Bonus, Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“. Was die Boni tatsächlich wert sind, hängt am Umsatz — ein 100-€-Bonus, der mit Faktor 5 umgesetzt werden muss, verlangt 500 € Wetteinsatz, und nur ein Bruchteil davon zahlt sich als Gewinn aus, weil die Marge mit jedem Tipp einbehalten wird.
Was bei der Anbieterwahl häufig übersehen wird: Die Marge entscheidet, was vom Bonus bleibt. Ein Bonus mit niedrigerem Umsatzfaktor, aber auf einer Plattform mit 8 % Marge, kann schlechter abschneiden als ein Bonus mit höherem Umsatzfaktor auf einer Plattform mit 5 % Marge. Die Rechnung wird am Ende auf dem Wettkonto gemacht, nicht im Werbeversprechen.
Die zehn Anbieter einzeln
Was oben in der Tabelle zusammengefasst ist, wird hier für jeden Anbieter einzeln aufgeschlüsselt. Die Reihenfolge folgt der Tabelle: zuerst die bewilligten Anbieter, dann die Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Innerhalb der beiden Gruppen richtet sich die Reihenfolge nach der Bewilligungs- bzw. Lizenzlage. Jeder Block endet mit einem Urteil, das die Sache auf den Punkt bringt, den die Tabelle nicht zeigt.
tipp3
tipp3 ist die einzige Marke, die in Österreich durchgängig selbst die Verantwortung für die Wette trägt: Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44 in Wien betreibt das Portal, die App und das Netz von Annahmestellen — nach eigenen Angaben über 3.300, nach Wikipedia rund 3.300, die Hilfe-Seite spricht von über 3.600; welche Zahl aktuell ist, hängt vom Datum ab. Die Bewilligung der NÖ Landesregierung datiert auf den 10. Dezember 2020 und ist im Impressum nachzulesen. Die Aufsicht über die Annahmestellen führen die jeweiligen Landesregierungen, in Wien der Magistrat.
Die 5-Prozent-Wettgebühr ist bei tipp3 in das eigene Beispiel eingerechnet: 10 € Einsatz, Quote 2,00, 20 € Bruttogewinn, 1 € Gebühr, 19 € Auszahlung. Bei Cash-Outs und „ja/nein“-Wetten fällt sie nicht an. tipp3 hat eine eigene Mindestquote 1,06 für Einzelwetten, niedrigere Quoten gehen nur in Kombis, und eine Kombiwette fasst drei bis zehn Tipps. Die Spielpause (1, 3, 6 Monate) und die Selbstsperre (1, 2, 3 Jahre) sind im Profil einstellbar, beide nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Erhöhungen der Einzahl-, Einsatz- und Verlustlimits greifen erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort. Der Wettkunde hat hier die volle Palette an Instrumenten, die ein bewilligter Anbieter in Österreich anbieten kann.
Für Squash heißt das: tipp3 hat das Programm der PSA-Tour in der Regel abgebildet, Challenger-Turniere teilweise, und Live-Quoten auf laufende Matches. Die Marge ist im üblichen Bereich; Cash-Outs sind verfügbar und gebührenfrei.
Urteil: tipp3 ist für den österreichischen Wettkunden der Anbieter, bei dem die Selbstsperre, das Limit und die Bewilligung an einem Ort liegen. Wer seine Spielerkontrolle behalten will, hat hier die meisten Stellschrauben.
win2day
win2day ist die Sportwett-Marke der Österreichischen Lotterien. Die Bewilligung ist die der NÖ Landesregierung vom 10. Dezember 2020, ausgewiesen in der Wettordnung; das Casino- und Lottoangebot läuft über die bundesweite Konzession nach dem Glücksspielgesetz, ist also ein anderes Regime. Auf der Sportwett-Seite weist win2day ausdrücklich darauf hin, dass das Angebot nicht dem Glücksspielgesetz unterliegt und nicht der Aufsicht des BMF/Finanzamt Österreich — womit klargestellt ist, dass die Wette hier über das NÖ Wettgesetz läuft.
Das Einzahlungslimit ist das prominenteste Spielerschutz-Instrument auf der Seite: 250 € pro Woche bis 26, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zur Obergrenze. Damit hat win2day ein klar definiertes Einstiegs- und Regel-Limit, das unabhängig von der Bewilligung greift.
Das Sportwetten-Programm ist mit dem der Österreichischen Lotterien verbunden, also eher auf Mainstream-Sportarten ausgerichtet. Squash ist in der Regel mit Match-Winner abgebildet, die Marktbreite ist schmaler als bei Admiral.
Urteil: win2day ist die richtige Adresse, wer das eigene Wochen- oder Monatslimit klar beziffern will, ohne es selbst einstellen zu müssen. Für Squash-Spezialmärkte ist das Programm eher schmal.
Admiral
Admiral gehört zur Novomatic-Gruppe, sitzt in Gumpoldskirchen und führt die Bewilligung nach dem Oö. Wettgesetz durch die Oberösterreichische Landesregierung. Das Unternehmen war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Das Sportwetten-Programm ist breit, mit Schwerpunkt auf Fußball und Tennis; Squash ist eine Nische, in der Regel mit Match-Winner und einigen Satzmärkten.
Spielerschutz-Instrumente sind im Admiral-Programm eingebaut, die konkrete Ausgestaltung variiert nach Produkt. Wer Squash bei Admiral spielt, sollte das eigene Profil auf Limits und Sperren prüfen, bevor die erste Wette abgegeben wird.
Urteil: Admiral ist für den Mainstream-Sportwetten-Kunden die gewohnte Adresse; bei Squash ist das Programm nicht das breiteste, aber solide.
Starsportwetten
Starsportwetten nennt im Google-Play-Eintrag einen Bescheid vom 8. März 2022 für die Starbet24 GmbH, mit dem die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt worden sei. Welches Bundesland die Bewilligung ausgestellt hat und welche Aktenzahl der Bescheid trägt, ist aus dem Eintrag nicht zu entnehmen.
Das ist im Vergleich zu tipp3 und win2day eine schwächere Bewilligungsspur. Wer dort spielt, akzeptiert eine Bewilligung, deren Quelle er nicht selbst prüfen kann.
Urteil: Starsportwetten ist eine Option für Spieler, die mit der App vertraut sind; die Bewilligung sollte vor der ersten Einzahlung vom Anbieter selbst bestätigt werden, mit Land und Aktenzahl.
Vierklee
Vierklee nennt im Impressum und auf der Startseite die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung, anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Das ist die klarste Bewilligungsspur im gesamten Feld. Einen konkreten Bonus nennt die Info-Seite mit bis zu 100 €, ohne Umsatzfaktor oder Mindestquote.
Das Vierklee-Angebot richtet sich eher an den stationären Kunden mit Wettterminals; online ist das Sportwetten-Programm schmaler als bei tipp3 oder Admiral. Squash ist in der Regel als Match-Winner abgebildet.
Urteil: Vierklee ist die Adresse, wenn die Bewilligungsspur vollständig sein soll und das Tiroler Buchmacherregime akzeptiert wird. Für Squash-Spezialmärkte ist das Programm nicht das tiefste.
Merkur Bets
Merkur Bets firmierte bis Juni 2025 als Cashpoint Sportwetten, der österreichische Ableger der Merkur Group mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Welche Landesbewilligung konkret trägt, ist auf der Seite nicht ausgewiesen — die Bewilligung wird als gegeben dargestellt, die prüfbare Quelle fehlt im Internetauftritt.
Das Programm folgt dem Cashpoint-Erbe: breite Mainstream-Sportarten, Wettterminals und Annahmestellen, online eine konsolidierte Oberfläche. Squash ist in der Regel als Match-Wetter verfügbar.
Urteil: Merkur Bets ist für den Mainstream-Kunden die gewohnte Marke aus dem stationären Wettgeschäft; die Bewilligungsspur sollte vom Anbieter selbst nachgefragt werden, wenn sie auf der Seite nicht steht.
Wildsino
Wildsino führt keine österreichische Landesbewilligung im Impressum. Lizenz: nicht ausgewiesen. Die Sport-Aktionen-Seite listet einen wöchentlichen Reload-Bonus, einen Cashback-Bonus, Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“ — alles Aktionen, die das laufende Wettkonto betreffen, nicht die Bewilligung.
Die Sportwetten-Märkte sind breit, Squash ist in der Regel mit Match-Winner und teilweise mit Satzmärkten abgebildet. Die Marge ist im üblichen Bereich; der konkrete Schlüssel ist nicht öffentlich.
Urteil: Wildsino ist für Spieler, die ein breites Programm und laufende Aktionen suchen und mit einer ausländischen Lizenzlage einverstanden sind. Die 5-Prozent-Wettgebühr ist zu beachten, der Anbieter führt sie nach eigenen Bedingungen ab.
Dragonia
Dragonia gibt den Sport-Willkommensbonus mit 100 % der ersten Einzahlung bis 100 € an, Mindesteinzahlung 20 €. Für Spieler aus Österreich ist der Höchstbonus mit 200 € ausgewiesen. Lizenz ist Anjouan — keine österreichische Bewilligung, eine Lizenz, die in Österreich nicht anerkannt ist.
Das Sportwetten-Programm ist breit, Squash ist in der Regel abgebildet. Die Marge ist im üblichen Bereich.
Urteil: Dragonia ist für Bonussucher interessant, die mit einer ausländischen Lizenzlage und dem Wegfall österreichischer Spielerschutz-Instrumente einverstanden sind. Der Höchstbonus ist hier mit 200 € für österreichische Spieler ausgewiesen.
Hahaspin
Hahaspin nennt als Betreiber „Win Top Ltd“ mit der Anjouan-Lizenz Nr. ALSI-202509029-FI1. Die Nummer steht in der Copyright-Zeile des Footers. Auch hier: keine österreichische Bewilligung, ein Anbieter, der sich auf eine Offshore-Lizenz stützt.
Das Programm ist mit dem anderer Anjouan-lizenzierter Anbieter vergleichbar, Squash ist in der Regel abgebildet.
Urteil: Hahaspin ist für Spieler, die mit einer Offshore-Lizenzlage einverstanden sind. Die Quelle der Lizenznummer ist auf der Seite transparent, die fehlende österreichische Bewilligung ist der Punkt, der für österreichische Wettkunden zählt.
Betway
Betway ist 2006 gegründet, seit Jänner 2022 an der NYSE unter dem Ticker SGHC notiert, Sitz in Gżira (Malta). Die Malta-Lizenz (MGA) ist eine anerkannte EU-Lizenz, aber keine österreichische Landesbewilligung.
Das Sportwetten-Programm ist das breiteste im Feld: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und eine ganze Reihe Randsportarten. Squash ist in der Regel als Match-Winner und mit Satzmärkten abgebildet, gelegentlich mit Spezialmärkten je nach Turnier. Live-Wetten sind umfassend, die Quotenupdates sind schnell.
Urteil: Betway ist für den Squashtipper, der die größte Marktbreite und schnelle Live-Quoten sucht, die erste Adresse unter den Anbietern ohne österreichische Bewilligung. Die fehlende österreichische Bewilligung schlägt sich in der fehlenden Anbindung an die österreichischen Spielerschutz-Instrumente nieder.
Häufige Fragen
Wie läuft eine Wette auf Squash ab, vom Einsatz bis zur Auszahlung?
Der Wettkunde wählt ein Ereignis aus dem Wettprogramm — Match-Winner, Satzwette, gelegentlich Handicap —, gibt den Einsatz ein und schließt die Wette ab. Bei einem Treffer wird der Einsatz mit der Quote multipliziert und als Bruttogewinn gutgeschrieben, abzüglich der 5-Prozent-Wettgebühr, die der Anbieter nach eigenen Regeln weitergibt. Bei tipp3 sind das 19 € auf einen 20-€-Bruttogewinn. Die Auszahlung erfolgt auf das hinterlegte Zahlungsmittel; Auszahlungsdauer und -weg hängen vom Anbieter ab.
Wer erteilt in Österreich die Bewilligung für Sportwetten, und gilt sie bundesweit?
Die Bewilligung wird von der jeweiligen Landesregierung nach dem Wettgesetz des Bundeslandes erteilt — in Niederösterreich nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), in Oberösterreich nach dem Oö. Wettgesetz, in Wien nach dem Wiener Wettengesetz. Eine bundesweite Bewilligung gibt es nicht; die Geltung ist auf das ausstellende Land bezogen. Es existiert kein nationales Register bewilligter Buchmacher.
Wie wird der mögliche Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind das 20 €. Davon wird die 5-Prozent-Wettgebühr abgezogen, wenn der Anbieter sie auf den Gewinn aufschlägt (bei tipp3: 1 €, Auszahlung 19 €). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Tipps zum Gesamtpreis.
Was bedeutet die Marge, die in jeder Quote eines Buchmachers steckt?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jeder Wette einbehält, bevor er auszahlt. Sie ergibt sich aus der Auszahlungsquote (1 ÷ Summe der reziproken Quoten) minus 1. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten 1,90 ist die Auszahlungsquote 0,95 oder 95 %, die Marge entsprechend 5 %. Bei Quote 1,85 / 1,85 liegt die Marge bei etwa 7,5 %.
Seit wann beträgt die Wettgebühr 5 % des Einsatzes, und wer schuldet sie?
Seit dem 1. April 2025 sind alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich mit einer Wettgebühr von 5 % belastet (Rechtsgrundlage § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025). Bis zum 31. März 2025 lag die Gebühr bei 2 %. Die Gebühr wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Wettkunden — der Anbieter gibt sie nach eigenen Regeln weiter.
Gibt es in Österreich eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten, oder gilt sie nur je Anbieter?
Eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten existiert nicht. Die Sperre ist je Anbieter und je Bundesland unterschiedlich geregelt. tipp3 etwa bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren; eine Sperre dort gilt nicht bei anderen Anbietern. Die Glücksspielreform 2026 schafft ein Sperrregister für Glücksspiel nach dem GSpG, das Sportwetten nicht einschließt.
Ballsport – wettprognosenat
Inhalt erstellt vom Team «wettprognosenat»
