Sportwetten in Österreich 2026: Was ändert sich für Wettkunden?
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November 5, 2026 · Stand der Lizenzen geprüft gegen die Impressen und Wettordnungen der genannten Anbieter.
Wer in Österreich Sportwetten abschließen will, landet schnell bei einer Frage, die anderswo kein Thema ist: Wer vergibt eigentlich die Lizenz? Die Antwort lautet: keiner zentral. Sportwetten gelten nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs nicht als Glücksspiel im Sinn des Bundesgesetzes. Die Bewilligung erteilt jedes Bundesland für sich, nach seinem eigenen Wettgesetz. Es gibt kein bundesweites Register, keine Bundesbehörde, keine einheitliche Whitelist, wie man sie aus Deutschland kennt. Anbieter wie tipp3 oder win2day weisen ihre Bewilligung im Impressum oder in der Wettordnung nach, bezeichnen sie aber durchgehend als „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ oder ähnlich – ein Begriff, der nirgends gesetzlich definiert ist und auf jeder Seite anders aussieht. Wer also wissen will, ob ein Buchmacher in Österreich tätig sein darf, muss die Bewilligung selbst suchen – im Impressum, in der Wettordnung, gelegentlich in einer App-Beschreibung.
Seit dem 1. April 2025 kommt ein weiterer Faktor hinzu: die Wettgebühr von 5 Prozent. Sie wird nicht beim Wettenden abgezogen, sondern vom Anbieter geschuldet. tipp3 etwa zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab, bei verlorenen trägt sie der Anbieter selbst. Diese Seite zeichnet nach, wie der österreichische Sportwettenmarkt aufgebaut ist, welche Buchmacher eine Bewilligung eines Bundeslandes nennen, wie sich Quoten und Boni unterscheiden und was die Wettgebühr konkret ändert.
Neue Wettanbieter in Österreich: Was eine Bewilligung voraussetzt
Wer auf der Suche nach „neuen Wettanbietern Österreich“ ist, stößt auf ein Begriffsfeld, das schnell wächst. In den vergangenen zwölf Monaten sind mehrere Marken hinzugekommen, die Sportwetten und Casino unter einem Dach anbieten – die meisten davon mit Sitz und Lizenz außerhalb Österreichs.

Weshalb „neu“ nicht gleich „bewilligt“ heißt
Eine Bewilligung nach einem Land-Wettgesetz setzt voraus, dass der Anbieter seinen Serverstandort im betreffenden Bundesland hat und einen Antrag bei der Landesregierung gestellt hat. Viele neue Marken werben mit Lizenzen aus Anjouan, Curaçao oder Malta. Diese Lizenzen sind keine österreichischen Bewilligungen. Sie sind am österreichischen Markt zugänglich, weil das österreichische Recht die Land-Bewilligung an den Ort der Datenbereitstellung knüpft. Liegt dieser Ort außerhalb des Bundesgebiets, greift das Land-Wettgesetz nicht – so steht es in den Erläuterungen zum NÖ Wettgesetz, wie sie in einem Landtags-Antrag zitiert werden. Was bleibt, ist eine Grauzone: weder eindeutig legal noch eindeutig illegal, abhängig vom jeweiligen Bundesland und vom Verlauf der Rechtsprechung.
Worauf bei neuen Anbietern zu achten ist
- Welcher Anbieter steht hinter der Marke? Eine Impressums-Pflicht gilt auch für ausländische Anbieter, die in Österreich werben.
- Welche Lizenz wird genannt? „Lizenziert“ allein reicht nicht – Land und Bescheidnummer sollten erkennbar sein.
- Welche Wettmärkte werden angeboten? Breite Auswahl heißt oft auch: mehr Märkte mit höheren Margen.
- Wie sind Bonusbedingungen gestaltet? Ohne klare Umsatzangabe ist ein Bonusangebot schwer bewertbar.
Was sich bei etablierten Marken getan hat
Auch im „etablierten“ Lager gibt es Bewegung. Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, vormals Cashpoint, tritt seit Juni 2025 unter dem Namen Merkur Bets auf. Die Bewilligungslage bleibt dieselbe, das Produkt ist breiter geworden: Live- und Vorab-Wetten, Cashout, Einzel- und Kombiwetten auf Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia.

Beste Wettanbieter Österreich: Vergleich der zehn bekanntesten Marken
Die folgende Übersicht stellt zehn Buchmacher nebeneinander, die auf dem österreichischen Markt aktiv sind. Sechs davon nennen eine Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes, vier führen eine ausländische Lizenz.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber / genannte Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Starsportwetten | Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes (Land nicht veröffentlicht) | Star Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes (Land nicht veröffentlicht) | – |
| Slotimo | Ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz (ALSI-102310002-F15) |
| Wonderluck | Ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz |
| LegendPlay | Ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz |
| Sportuna | Ohne österreichische Bewilligung | Curaçao-Lizenz |
Die Tabelle zeigt, wo die Marken sich verorten. Wer in Österreich wettet, trifft eine Vorentscheidung: Land-Bewilligung oder ausländische Lizenz. Beide Wege haben Folgen, die das nächste Kapitel zur Rechtslage vertieft. Für die Quoten und das Produkt selbst lohnt sich der Blick in die Detailbewertungen der verschiedenen Anbieter.
Wettanbieter in Österreich: Lizenzen, Wetten und Wettgebühr
Wer in Österreich eine Wette abschließt, zahlt 5 Prozent Wettgebühr – aber nicht selbst. Seit dem 1. April 2025 sind alle Einsätze auf Sportwetten nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025 mit einer Gebühr von 5 Prozent belegt. Die Abgabe schuldet der Anbieter, nicht der Wettende. Der Buchmacher entscheidet, ob er die Gebühr über die Quote hereinholt, vom Gewinn abzieht oder selbst trägt. tipp3 etwa zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab und trägt sie bei verlorenen selbst.
Was die Wettgebühr konkret bedeutet
Ein Beispiel aus der tipp3-Hilfe: Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 beträgt der Bruttogewinn 20 €. Die Gebühr belastet den Gewinn mit 1 €, sodass 19 € ausgezahlt werden. Gewinne aus Cash-Outs und aus „ja/nein“- oder „alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen. Die Gebühr fällt auch dann an, wenn die Wette bei einem Anbieter mit Sitz im Ausland abgeschlossen wird, sofern der Einsatz aus Österreich kommt.
Was die Wettgebühr nicht ändert: die Lizenzlage. Die Entrichtung der Gebühr ist kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung. Wer ein seriöses Bild haben will, schaut Impressum und Wettordnung an.
Die Rollen der Bundesländer
Österreich hat neun Bundesländer, jedes mit eigenem Wettgesetz. Niederösterreich, Oberösterreich und Wien haben ihre Gesetze in den letzten Jahren novelliert. tipp3 und win2day nennen beide die Bewilligung der NÖ Landesregierung. Admiral nennt die OÖ Landesregierung. Vierklee nennt die Tiroler Landesregierung. Bei Starsportwetten und Merkur Bets ist die Bewilligung in den App-Beschreibungen erwähnt, aber ohne Nennung des Bundeslandes und der Bescheidnummer – eine Lücke, die beim Anbieter direkt zu hinterfragen ist.
Eine bundesweite Auskunft gibt es nicht: Es gibt keine zentrale Behörde, die bestätigt, ob ein Anbieter in Österreich bewilligt ist.
Wettsteuer Österreich: Was Wettende wissen müssen
Die Wettgebühr wird im Markt oft als „Wettsteuer“ bezeichnet. Der gesetzliche Name ist Wettgebühr, die Rechtsgrundlage § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. Seit 1. April 2025 beträgt sie 5 Prozent – zuvor lag sie seit Oktober 2005 bei 2 Prozent.
Was sich seit April 2025 geändert hat
- Die Wettgebühr stieg von 2 auf 5 Prozent.
- Die Pflicht zur Entrichtung trifft ausdrücklich auch Anbieter, die Wetten aus Österreich vermitteln, ohne hier ihren Sitz zu haben.
- Die Gebühr wird in der Praxis meist vom Gewinn abgezogen oder in die Quote eingepreist – die Übergabe an den Wettkunden variiert.
Wo man die Wettgebühr im Wettschein findet
Auf den Wettscheinen großer österreichischer Anbieter wird die Gebühr in der Regel transparent ausgewiesen – entweder als eigener Posten „Wettgebühr“ oder in der Auszahlungsanzeige als Abzug vom Gewinn. Wer den genauen Mechanismus wissen will, liest die Wettordnung oder fragt beim Anbieter nach. Eine pauschale Aussage „die Gebühr ist überall gleich behandelt“ wäre falsch.
Verantwortungsvolles Wetten: Limits, Sperren und Hilfsangebote
Verantwortung beim Wetten ist in Österreich Sache jedes Anbieters und jedes Bundeslandes – es gibt keine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten und kein gesetzliches Einzahlungslimit.
Mindestalter
Das gesetzliche Mindestalter für die Teilnahme an Sportwetten liegt bei 18 Jahren. Das gilt nach den Wettgesetzen in Wien und Oberösterreich; die Anbieter setzen es technisch durch. tipp3 etwa gibt an, dass die Altersgrenze „systemtechnisch vorgegeben“ ist.
Einzahlungslimits
Manche Anbieter setzen eigene Limits, andere nicht. win2day nennt klare Grenzen: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Beide Limits sind auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Ein gesetzlicher Anspruch auf ein Einzahlungslimit besteht in Österreich derzeit nicht – politische Vorstöße in Steiermark und Niederösterreich aus 2025 haben zu keiner bundesweiten Regelung geführt.
Selbstausschluss und Spielpausen
Auch diese Werkzeuge sind anbieter- und bundeslandspezifisch. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten; das Guthaben bleibt während dieser Zeit im Konto. Daneben gibt es eine Selbstsperre für 1, 2 oder 3 Jahre, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt wird. Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. Eine zentrale Sperrdatei, die über alle Anbieter hinweg wirkt, existiert für Sportwetten nicht. Die Reform des Glücksspielgesetzes 2026 (Stand 14.10.2026 noch im Gesetzgebungsverfahren) sieht ein Sperrregister und ein Limitregister vor – beide gelten nur für Glücksspiele im Sinn des GSpG, nicht für Sportwetten.
Was Betroffene tun können
Die Plattform playsponsible.at bietet Informationen und Hilfsangebote für Spieler und Angehörige. Wer den Verdacht hat, dass das eigene Wettverhalten außer Kontrolle gerät, sollte sich an diese Stelle wenden – oder direkt an die Anbieter-Sperre, die ohne Ausnahme gilt.
Wettbonus Österreich: Was ein Bonus wirklich kostet
Ein Wettbonus sieht auf den ersten Blick aus wie ein Geschenk. Er ist ein Geschäft: Der Anbieter gibt Geld oder eine Gratiswette aus und holt es über Umsatzbedingungen, Mindestquoten und Fristen zurück.
Was ein Willkommensbonuspaket enthält
Die meisten österreichischen Anbieter kombinieren mehrere Elemente:
- Einzahlungsbonus: Der Anbieter stockt die erste Einzahlung um einen Prozentsatz auf, meist zwischen 50 und 100 Prozent, häufig bis 100 oder 250 €.
- Gratiswetten: Nach der ersten qualifizierenden Einzahlung werden Freiwetten in festen Stückelungen gutgeschrieben – win2day etwa fünf FreeBets zu je 10 €.
- Reload-Boni: Für weitere Einzahlungen, oft wöchentlich.
- Cashback: Ein Prozentanteil der Nettoverluste wird rückerstattet.
- Quoten-Boosts und Accumulator Boosts: Ausgewählte Wetten erhalten einen höheren Preis; Kombiwetten werden mit einem prozentualen Aufschlag vergütet.
Was die Bedingungen konkret heißen
Nehmen wir ein typisches Willkommenspaket: 100 % bis 150 € auf die erste Einzahlung. Bei einer Einzahlung von 150 € werden 150 € Bonus gutgeschrieben. Mit einer Umsatzbedingung von 6× (Bonus + Einzahlung) müssen 1.800 € durchgereicht werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einer durchschnittlichen Quote von 1,90 liegt der Marktanteil, den der Anbieter auf Dauer behält, bei rund 5 Prozent (siehe Kapitel zu Quoten und Margen). Der erwartete Verlust beim Freispielen liegt also bei etwa 90 €. Hinzu kommen die üblichen Sperren: Mindestquote 1,50 bis 1,80, Frist 30 bis 90 Tage, kein Cash-Out auf Bonus-Geld.
Warum Gratiswetten keine Gewinne sind
Eine FreeBet im Wert von 10 € wird nicht zum Einsatz zurückgezahlt, wenn die Wette gewinnt. Der Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote × FreeBet-Einsatz minus FreeBet-Einsatz. Bei einer Quote von 3,00 ergibt das 3,00 × 10 € − 10 € = 20 € Gewinn. Wäre der Einsatz selbst behalten worden, wäre es 30 € Gewinn. Der „Wert“ einer FreeBet liegt daher nie beim Nennwert, sondern beim erwarteten Gewinn nach Marge – Faustregel: FreeBet-Wert ≈ Nennwert × (Quote − 1) / Quote × Auszahlungsanteil des Marktes. Bei einer durchschnittlichen Quote von 2,50 und 95 Prozent Auszahlung ist der Marktwert einer 10-€-FreeBet etwa 5,70 €.
Achtung bei „risikofrei“
Der Begriff „risikofreie Wette“ wird in Werbung oft verwendet. Er bedeutet in den meisten Fällen: Der Einsatz wird als FreeBet zurückerstattet, falls die Wette verliert – nicht als Bargeld. Der Vorteil liegt also nicht beim Wettkunden, sondern beim Anbieter, der die Frist und die Mindestquoten kontrolliert.
Wettmärkte und Quoten in Österreich: Was die Quote zeigt
Eine Quote von 2,00 bedeutet: Aus 10 € Einsatz werden 20 € Bruttogewinn, 10 € Reingewinn. Was die Quote nicht sagt: Ein Teil dieses Preises ist die Marge des Anbieters. Sie ist im Preis eingebaut und variiert je nach Markt und Sportart.
Wie die Marge berechnet wird
Der Auszahlungsanteil (Quotenschlüssel) eines Marktes berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten aller möglichen Ausgänge. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 / 1,90 ergibt sich: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500 – also 95 Prozent Auszahlung, 5 Prozent Marge. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heim / Unentschieden / Auswärts) mit gleich verteilten Quoten 3,00 / 3,00 / 3,00: 1 ÷ 1,0 = 1,0 – das wäre Auszahlung 100 Prozent, Marge 0 Prozent. Praktisch liegen die Quoten bei 2,70 / 3,20 / 2,80 oder ähnlich; die Marge liegt typisch zwischen 5 und 8 Prozent.
Welche Margen in der Praxis üblich sind
- Große Fußball-Ligen: 5 bis 7 Prozent Marge auf 1X2.
- Tennis-Grand-Slam-Matches: 4 bis 6 Prozent.
- NBA und NFL: 5 bis 7 Prozent.
- Nischenmärkte (Statistiken, Spielervergleiche): 8 bis 12 Prozent.
- Livewetten: 7 bis 10 Prozent, in volatilen Phasen auch höher.
Welche Wettmärkte typisch sind
tipp3 und win2day decken die wichtigsten Sportarten ab: Fußball, Tennis, Eishockey, Handball, Formel 1. Hinzu kommen Langzeitwetten auf Turniersieger und Quoten für Live-Spiele. Systemwetten und Mehrwegwetten erlauben es, mehrere Ausgänge miteinander zu kombinieren, ohne dass ein einziger falscher Tipp die ganze Wette zunichtemacht – allerdings multiplizieren sich die Quoten, und damit auch die Unsicherheit.
Wettarten und Sportarten: Was bei tipp3, win2day und anderen anders ist
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
- Einzelwette: Ein Tipp auf ein Ereignis. Bei tipp3 ist eine Einzelwette erst ab Quote 1,06 spielbar – niedrigere Quoten gehen nur in Kombi oder System.
- Kombiwette: Mehrere Tipps werden miteinander multipliziert. tipp3 erlaubt 3 bis 10 Tipps in einer Kombi. Damit steigt auch die Marge: Jeder Tipp bringt seine eigene Marge mit, die kombiniert wird.
- Systemwette: Mehrere Kombinationen innerhalb eines Wettscheins. Bei win2day kombiniert eine Standardwette 1 bis 10 Ereignisse; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet.
Livewetten
Livewetten sind nur über die Online-Kanäle der jeweiligen Anbieter verfügbar. tipp3 etwa: „Livewetten sind nur auf Tipp3.at und in den tipp3 Online-Apps möglich.“ Bei spielnahen Ereignissen wie einem Elfmeter wird die Wettabgabe unterbrochen, bis der Ausgang feststeht. Bestimmte Märkte („ja/nein“, „alle 7“) müssen als Einzelwetten platziert werden. Die Limits sind in den Bundesländern unterschiedlich: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf numerische Zwischenstände oder das Endergebnis und auf Torschützen-Wetten.
Langzeitwetten
Langzeitwetten zielen auf den Ausgang eines Turniers oder einer Saison – etwa den Sieger der Champions League, den Weltmeister oder den Meister der Fußball-Bundesliga. Die Quoten sind anfangs hoch, sinken aber mit Fortschreiten des Wettbewerbs. Die Marge ist bei Langzeitwetten oft höher als bei Einzelwetten auf konkrete Spiele.
Wichtige Sportarten
- Fußball: Der umsatzstärkste Markt. Bundesliga, Champions League, Europa League und Länderspiele prägen das Angebot. österreichische Bundesliga wird bei fast allen Anbietern eigens geführt.
- Tennis: Grand-Slam-Turniere, ATP- und WTA-Tour, Davis Cup – viele Live-Märkte.
- Eishockey: NHL, KHL, österreichische Erste Bank Eishockey Liga.
- Handball: HBL, internationale Wettbewerbe.
- Formel 1: Rennen, Qualifying, Fahrerweltmeisterschaft.
- Ski alpin: Weltcup-Rennen in Österreich und der Schweiz, besonders live stark nachgefragt.
Detailbewertungen der zehn Anbieter
Die folgenden Bewertungen zeichnen nach, was jeder Anbieter bietet – und für wen er sich eignet.
tipp3
Bewilligung der NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020). Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. Der Anbieter ist auf dem österreichischen Markt fest verankert, mit Annahmestellen und Online-Plattform. Einzelwetten ab Quote 1,06, Kombiwetten mit 3 bis 10 Tipps. Cash-Out vorhanden, Livewetten ausschließlich online. Selbstsperren für 1, 2 oder 3 Jahre, Spielpausen 1 bis 6 Monate. Wettgebühr: 5 Prozent bei gewonnenen Wetten vom Gewinn; bei verlorenen trägt der Anbieter selbst. Das unterscheidet tipp3 von vielen Mitbewerbern – die Gebühr wird hier nicht auf die Quote umgelegt. Für Wettkunden, die ihr Guthaben klar verwalten wollen, ist das harte Sperr-System ein Vorteil; wer günstigere Margen sucht, findet sie bei Mitbewerbern, die auf andere Sportarten spezialisiert sind.
win2day
Bewilligung der NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020), Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH. win2day ist die Sportwetten-Marke des staatlichen Lotterien-Anbieters und damit institutionell verankert. Das Sportwetten-Angebot umfasst Einzel-, Kombi-, Langzeit- und Livewetten auf Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1. Mindesteinsatz 0,50 € pro Standardwette, Höchsteinsatz 500 € pro Standardwette und pro Systemwette. Höchstgewinn 80.000 € pro Standardwette, 200.000 € pro Systemwette. Cash Out vorhanden, aber anbieterseitig steuerbar. FreeBet-Paket: fünf FreeBets zu je 10 € nach erster Einzahlung von mindestens 1 €, drei Jahre nutzbar, nur Einzelwetten, nicht auszahlbar. Wichtig: Bei FreeBet-Wetten ist Cash-Out deaktiviert. Das Einzahlungslimit (250 €/Woche bis 26 Jahre, 1.680 €/Monat ab 26) ist das strengste unter den heimischen Anbietern. Wer mit kleinem Budget wettet, bekommt hier einen Rahmen gesetzt.
Starsportwetten
Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes – das Land und die Bescheidnummer werden in der App-Beschreibung erwähnt, aber nicht öffentlich ausgewiesen. Das ist eine Lücke, die beim Anbieter direkt zu hinterfragen ist. Beworben wird der Anbieter als „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“. Ein gutes Zeichen ist, dass die App-Beschreibung den Bescheid vom 8. März 2022 überhaupt nennt; ein Minuspunkt ist, dass weder Bundesland noch Aktenzahl genannt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, schreibt vor der Registrierung den Support an und fragt nach Bewilligungs-Bescheid und -Behörde.
Vierklee
Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0), Betreiber Vierklee Wettbüro GmbH. Der Anbieter hat sich auf das stationäre Geschäft mit Annahmestellen spezialisiert, ist aber auch online erreichbar. Klare Regelung: Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette 15.000 €, pro Systemwette ebenso, pro Kunde und Woche 50.000 € für ganz Österreich. Wer gewinnen will, sollte prüfen, ob diese Limits zur eigenen Strategie passen – bei Hochquoten-Kombis stoßen sie schnell an ihre Grenze.
Admiral
Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. ADMIRAL Sportwetten GmbH gehört zur ehemaligen Novomatic-Gruppe; das Unternehmen war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert, gegründet von Walter Grubmüller. Admiral hat das dichteste Netz an Annahmestellen in Österreich und ist im stationären Geschäft Marktführer. Online ist das Angebot breit; die Bewilligung in Oberösterreich verleiht der Marke institutionelle Verankerung. Wer Wetten am Schalter oder im Wettterminal abschließen will, kommt an Admiral kaum vorbei.
Merkur Bets
Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes (Land nicht veröffentlicht), Betreiber nicht im Detail genannt. Die Marke trat im Juni 2025 an die Stelle des bisherigen Cashpoint. Das Sportwetten-Angebot umfasst Live- und Vorab-Wetten, Cashout, Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten auf Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia. Für stationäre Wetten ist Merkur Bets weiter stark präsent; die App ist für iOS und Android verfügbar (ab 18 Jahren). Die fehlende Bewilligungs-Veröffentlichung ist ein Punkt, der den Vergleich mit tipp3 und win2day erschwert.
Slotimo
Ohne österreichische Bewilligung; Anjouan-Lizenz (ALSI-102310002-F15). Sportwetten umfassen Pre-Match- und Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Boxen, Volleyball, Snooker und eSport (CS2, Dota 2, Valorant, League of Legends, FIFA) mit Quotenaktualisierung in Echtzeit. Eine App wird ebenfalls angeboten. Was hier fehlt: jeder österreichische Anker. Keine Bewilligung, kein österreichischer Ansprechpartner bei Streit, keine österreichische Selbstsperre, die greift. Die Quoten können in Nischenmärkten durchaus konkurrenzfähig sein, der juristische Rahmen ist ein anderer. Wer mit Slotimo wettet, ist auf die AGB des Anbieters und die Anjouan-Regulierung verwiesen.
Wonderluck
Ohne österreichische Bewilligung; Anjouan-Lizenz. Sport-Willkommensbonus 100 % bis 150 €, wöchentlicher Reload-Bonus 50 % bis 500 €, Cashback 10 % bis 500 %, Accumulator Boost, Early Payout. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Bedingungen vor dem Tipp lesen, nicht im Nachhinein.
LegendPlay
Ohne österreichische Bewilligung; Anjouan-Lizenz. Ersteinzahlungsbonus 100 % bis 250 €, wöchentlicher Reload 50 % bis 500 €. Auch hier waren Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist in der Übersicht nicht erkennbar – eine Schwäche im Auftritt. Die Marke ist international positioniert; der österreichische Markt ist einer von vielen. Wer sich für LegendPlay entscheidet, prüft die AGB und die Lizenzdetails vor der ersten Einzahlung.
Sportuna
Ohne österreichische Bewilligung; Curaçao-Lizenz. Erstbonus 100 % bis 100 €, wöchentlicher Reload 50 % bis 500 €, Cashback 10 % bis 500 €, Accumulator Boost, Bore Draw, Early Payout. Sportuna ist breit aufgestellt, auch im eSport, und hat einen eigenen Bereich für virtuelle Sportarten – diese sind definitionsgemäß kein Sportwetten-Markt nach österreichischem Recht und fallen in andere Regime. Wer bei Sportuna wettet, sollte die Trennung zwischen Sportwetten und virtuellen Wetten im Blick haben.
Auszahlung berechnen: Einsatz, Quote, Gewinn
Die Grundrechnung ist einfach: Bruttogewinn = Einsatz × Quote. Davon geht der Einsatz selbst ab, der Reingewinn ist also Einsatz × (Quote − 1). Bei 50 € Einsatz und Quote 3,50 sind das 175 € Bruttogewinn, 125 € Reingewinn.
Beispielrechnung
- Einzelwette: Einsatz 20 €, Quote 2,10 → Bruttogewinn 42 €, Reingewinn 22 €.
- Kombiwette mit drei Tipps: Einsatz 10 €, Einzelquoten 1,80 / 2,20 / 1,95 → Gesamtquote 7,722 ≈ 7,72 → Bruttogewinn 77,20 €, Reingewinn 67,20 €.
- Systemwette: Einsatz variabel, je nach Auswahl der Kombinationen.
Was die Wettgebühr ändert
Im österreichischen System wird die Wettgebühr vom Anbieter geschuldet. tipp3 etwa zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Bei 50 € Einsatz und Quote 2,00 wäre der Bruttogewinn 100 €, der Abzug 5 %, also 2,50 €. Ausgezahlt werden 97,50 €. Bei verlorenen Wetten fällt nichts an – der Anbieter trägt die Gebühr selbst.
Was die Marge für die erwartete Auszahlung bedeutet
Ein Markt mit zwei Ausgängen zu Quote 1,90 / 1,90 hat eine Marge von rund 5 Prozent. Wer über viele Wetten hinweg wettet, wird im Durchschnitt etwa 95 Cent pro eingesetztem Euro zurückerhalten – der Rest ist die Buchmacher-Marge, die im Preis eingebaut ist. Das ist kein Verlust im Einzelfall, aber ein statistischer Erwartungswert über viele Wetten.
Quotenschlüssel und Marge: Wie viel die Quote tatsächlich auszahlt
Der Quotenschlüssel (Auszahlungsquote) ist der Anteil aller Einsätze, den ein Buchmacher im Schnitt an die Wettkunden zurückgibt. Der Rest ist die Marge – das, was der Anbieter einkalkuliert. Wird ein Markt zu „fairen“ Quoten angeboten, also ohne Marge, zahlt er 100 Prozent aus. Praktisch ist das nie der Fall.
Berechnung für Zwei-Wege-Märkte
Angenommen, ein Tennis-Markt A gegen B wird zu 1,90 / 1,90 quotiert. Dann ist: Auszahlungsanteil = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 95,0 Prozent. Marge = 1 − 0,95 = 5,0 Prozent. Bei einem Fußballmarkt mit Heim 1,50 / Unentschieden 4,00 / Auswärts 6,00: 1 ÷ (1/1,50 + 1/4,00 + 1/6,00) = 1 ÷ (0,6667 + 0,2500 + 0,1667) = 1 ÷ 1,0834 ≈ 92,3 Prozent. Marge = 7,7 Prozent. Je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto höher die Marge – vorausgesetzt, die Quoten werden symmetrisch angesetzt. In der Praxis variieren die Quoten, die Marge auch.
Warum das im Wettalltag zählt
Ein Unterschied von 2 Prozent Marge macht über hundert Wetten einen spürbaren Unterschied im Endergebnis. Wer Sportwetten als langfristige Aktivität betreibt, achtet auf die Margen der wichtigsten Märkte – Fußball-Bundesliga, Champions League, Tennis-Grand-Slam. Wer einmal im Monat auf ein Spiel wettet, kann die Marge vernachlässigen.
Was die Reform des Glücksspielgesetzes 2026 ändert (und was nicht)
Das Glücksspielreformgesetz 2026 (Stand 14.10.2026 noch nicht beschlossen) sieht ein zentrales Sperrregister und ein Limitregister vor. Beide sollen für Glücksspiele im Sinn des GSpG gelten – also für Lotterien, Casinospiele, Online-Casino und Poker. Sportwetten sind nach der bestehenden Rechtslage ausdrücklich keine Glücksspiele und werden von der Reform nicht erfasst.
Was bleibt
- Die Land-Bewilligung bleibt Voraussetzung für heimische Anbieter.
- Die Wettgebühr von 5 Prozent bleibt unverändert.
- Die Wahlmöglichkeit der Anbieter, die Gebühr zu überwälzen oder selbst zu tragen, bleibt.
- Anbieter ohne Land-Bewilligung bleiben in derselben Grauzone wie bisher.
Was hinzukommt (für Glücksspiele)
- Ein zentrales Sperrregister, das alle GSpG-Anbieter verbindet.
- Ein Limitregister mit einheitlichen Einzahlungs-Limits.
- Eine Bundesstelle für Spielerschutz.
Für Sportwetten ändert sich vorerst nichts. Wer eine Selbstsperre für Sportwetten will, muss sie bei jedem Anbieter einzeln setzen.
Häufig gestellte Fragen zu Wetten in Österreich
Muss man Wettgewinne in Österreich versteuern?
Wettgewinne aus Sportwetten sind in Österreich nach derzeitiger Praxis private Einkünfte und nicht einkommensteuerpflichtig. Das gilt unabhängig vom Anbieter – heimisch oder ausländisch, bewilligt oder nicht. Was Wettgebühr heißt, zahlt der Anbieter. Wer auf Nummer sicher gehen will, fragt Finanzamt oder Steuerberater.
Sind Sportwetten in Österreich legal, und wer erteilt die Bewilligung?
Sportwetten gelten nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs nicht als Glücksspiel und sind damit kein Bundes-Thema. Die Bewilligung erteilt jedes Bundesland nach seinem eigenen Wettgesetz – Niederösterreich, Oberösterreich, Wien, Tirol, die Steiermark, Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und das Burgenland haben jeweils eigene Gesetze und Behörden. Eine nationale Lizenz gibt es nicht.
Gibt es eine nationale Lizenz oder eine österreichweite Liste zugelassener Wettanbieter?
Nein. Weder eine einheitliche Lizenz noch eine öffentliche Whitelist. Wer prüfen will, ob ein Anbieter bewilligt ist, schaut ins Impressum der Marke, in die Wettordnung oder in die App-Beschreibung. Eine bundeweite Auskunft gibt es nicht; jede Landesregierung entscheidet für sich.
Welche Höchsteinsätze und Grenzen für Livewetten gelten in den einzelnen Bundesländern?
Die Limits sind unterschiedlich: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis; Oberösterreich auf numerische Zwischenstände, das Endergebnis und Torschützen-Wetten; Niederösterreich mit Höchsteinsatz 500 € pro Wette. Die genauen Bedingungen stehen im jeweiligen Land-Wettgesetz. Bei Online-Anbietern greifen die Regeln des Landes, in dem der Anbieter seinen Server hat.
Wie wird aus Einsatz und Quote die Auszahlung einer Wette berechnet?
Bruttogewinn = Einsatz × Quote, Reingewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Bei Systemwetten werden mehrere Kombinationen innerhalb des Wettscheins gebildet. In Österreich ziehen manche Anbieter die Wettgebühr vom Gewinn ab – 5 Prozent seit April 2025; andere tragen sie selbst.
Wie ist die Lage bei im Ausland gehosteten Wettbietern mit Lizenz aus Malta oder Curaçao?
Die Lage ist nicht einheitlich geregelt. Sportwetten sind kein Glücksspiel nach Bundesrecht, die Land-Bewilligung knüpft an den Ort der Datenbereitstellung. Sitzt der Anbieter im Ausland, greift die Land-Bewilligung nicht – die Frage „legal oder illegal“ hängt vom Bundesland und vom Einzelfall ab. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Fine für Anbieter gibt es; für Spieler wurde bislang keine Sanktion ausgesprochen. Das Reformpaket 2026 ändert daran nichts.
Wer zahlt die Wettgebühr wirklich?
Der Anbieter. Das ist im Gesetz so vorgesehen und wird in der Verwaltungspraxis auch durchgehalten: Die Pflicht trifft den Unternehmer, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. Der Wettkunde zahlt die Gebühr nur insoweit, als der Anbieter sie über die Quote, den Gewinn oder eine Kombination weiterreicht. Der Bundesfinanzhof hat eine Beschwerde eines Buchmachers gegen die 5-Prozent-Gebühr abgewiesen (BFG 12.5.2026, RV/7100519/2026). Das ändert nichts daran, dass die Überwälzung im Wettvertrag anders geregelt sein kann – was bleibt, ist eine unternehmensspezifische Entscheidung.
Müssen Wettgewinne versteuert werden?
Die Frage ist im allgemeinen Steuerrecht zu beantworten, nicht im Wettgebührengesetz. Gewinne aus Sportwetten sind nach derzeitigem Stand private Einkünfte und nicht einkommensteuerpflichtig – das gilt unabhängig davon, ob die Wette bei einem österreichischen Anbieter oder im Ausland abgeschlossen wurde. Eine verbindliche Auskunft für den Einzelfall gibt nur das Finanzamt oder ein Steuerberater.
Cash-Out: Vorteil oder Vertrauensbruch?
Die Cash-Out-Funktion erlaubt es, eine Wette vor dem Ende zu „verkaufen“. Der Auszahlungsbetrag richtet sich nach dem aktuellen Spielverlauf und wird vom Anbieter festgelegt – und genau hier liegt der Haken. Der Anbieter hat ein Interesse daran, dass der Cash-Out-Wert niedriger ausfällt als der faire Wert der Wette. Wer systematisch Cash-Out nutzt, gibt einen Teil seines erwarteten Wertes ab. tipp3 schreibt dazu: Die Funktion „richtet sich nach dem Spielverlauf“; während einer Sperre der Wettabgabe (etwa bei Quotenanpassungen) steht Cash-Out nicht zur Verfügung. win2day behält sich vor, Cash-Out jederzeit zu ändern oder zurückzuziehen.
Rechtslage – wettprognosenat
Inhalt erstellt vom Team «wettprognosenat»
